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Montagsdemo Bochum: Neues „Osmanisches Reich“ bedeutet Krieg

Treffen Trump und Erdogan – Ausweitung der Macht auf weitere Länder

Neues „Osmanisches Reich“ bedeutet Krieg

Zu dem Schwerpunktthema der Bochumer Montagsdemo „Bedrohung von Syrien durch die Türkei“ kam durch das aktuelle politische Geschehen das Thema der Schülerproteste gegen die Umweltzerstörung hinzu.

Nach der Eingangshymne begann die Diskussion. „Nach dem Abzug der US-Truppen aus den kurdischen Gebieten in Nordsyrien steigt die Gefahr eines Militärschlags durch die Türkei  gegen die kurdischen Provinzen.  Bereits ist gibt es gezielte Angriffe auf Zivilisten in grenznahen Regionen. Ein Schäfer wurde von der türkischen Armee beschossen, als er seine Tiere auf eine grenznahe Weide brachte“, leitete einer der Moderatoren die Debatte ein.

„Trump hat auch im Rahmen der NATO auch Stützpunkte in der Türkei und ist nur an der Sicherung der stategischen Vorteile und den Zugangswegen zu den Rohstoffen intereressiert. Die US-Truppen sind nur gegen den IS vorgegangen, weil er sowohl die Strategien der USA als auch der Türkei gefährden konnte. Das Leid der unterdrückten Kurden interessierte auch die USA nicht. Vielmehr wurde der IS von der Luftwaffe der UA angegriffen, weil er die Interessen der USA in Syrien gefährdet hatte Das Treffen hat daher nur den Sinn, die Machtverhältnisse der beiden NATO-Staaten zu festigen“, hieß es in einer Wortmeldung. „Außerdem geht es wahrscheinlich auch darum, die immer noch vorhandene Herrschaft Assads und den Einfluss von Russland auf Syrien zu bekämpfen“, ergänzte ein Redner. „Mit Assad müssen die Syrier selbst fertig werden, das berechtigt die imperialistischen Staaten nicht, den Krieg dort um ihre jeweilige Vorherrschaft zu schüren. Schließlich ist auch die Terrormilz Islamischer Staat entstanden, weil Waffen auch aus der EU auf Umwegen geliefert wurden. „Erdogan geht es hautpsächlich darum, ein freies unabhängiges Kurdistan mit demokratischen Strukturen mit allen Mitteln zu verhindern. Die Unterstützung der kurdischen Freiheitskämpfer mit Waffen dient der Notwehr dieses Volkes und nicht im Gegensatz zu den USA, Russland und der Türkei für die Durchsetzung der eigenen imperialistischen Ziele“, lautete ein weiterer Kommentar.

Die Montagsdemo beschloss, sofort eine Spontankundgebung bzw. -demo zu organisieren, falls Erogans Truppen nach Syrien einmarschieren.

Zu den aktuellen Schüler-innen-Demonstrationen gegen die Umweltpolitik der Regierung äußerte sich ein Mitglied des Jugendverbands Rebell, das an dieser Aktion teilnahm: „Auch in Bochum gingen über 100 Schüler-innen auf die Straße und protestierten vor dem Rathaus. Ausgehend von Greta Thurnberg, die Initiatorin der Schulstreik-Bewegung, demonstrierten auch sie für eine Umwelt, in der auch nachfolgende Generationen leben können. Warum sollen wir für die Zukunft lernen, wenn die Politik unsere Zukunft kaputt macht und nur für die Unternehmen da ist, hieß es. Die Schüler-innen waren auch an der Systemfrage sehr interessiert. Als sozialistische Jugendorganisation kamen wir schnell ins Gespräch über die Ursachen der Umweltzerstörung, nämlich das internationale Finanzkapital mit seinen Profitinteressen“.

Der andere Moderator meinte: „Bei der Protestaktion vor dem Rathaus ließ sich der Oberbürgermeister der Stadt Bochum, Thomas Eiskirch, nicht blicken. Um so mehr rückte er in den Blickpunkt der Medien, in dem er sich an einer Müllsammelaktion von Kindern und Jugendlichen im Bochumer Stadtpark eigenhändig beteiligte. Damit wollte er von den Hauptverantwortlichen für die Umweltzerstörung, den internationalen Konzernen, ablenken. Zweifellos ist die Säuberung des Stadtparks von Müll sehr wichtig, das war aber für Eiskirch zweitrangig“.

Eine ehemalige Lehrerin lobte den Mut der Schüler: „Obwohl sie mit Konsequenzen wegen ihres boykottierten Schulbesuchs rechnen müssen, entschlossen sie sich zu dieser Protestaktion. Es gibt jedoch auch mehrere Schulleitungen, die diesen Protest unterstützen und als ein Teil des politischen Unterrichts sahen“.

Die Bochumer Montagsdemo unterstützt diese Proteste, die in mehreren Städten stattfanden und schlug vor, für die nächste Montagsdemo in 14 Tagen diese Schüler anzusprechen und eine gemeinsame Kundgebung durchzuführen.

Mit der Abschlusshymne endete die heutige Kundgebung. Die nächste Montagsdemo ist am 11.02.19 wie üblich um 18.00 Uhr auf dem Husemannplatz.

 

Ulrich Achenbach
Moderator

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