Wir sind Trägerorganisation des:

Esslinger Montagsdemo protestierte gegen Überfall von USA und Israel auf den Iran

Die 634. Kundgebung versammelte nach und nach gut 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Das bestimmende Thema war der völkerrechtswidrige Überfall von USA und Israel auf den Iran. Hier einige Punkte aus der Diskussion:

Schnell wurde eine Einheit hergestellt: Auch wenn wir das Mullah-Regime nicht unterstützen: Veränderungen im Iran müssen durch das Volk des Iran herbeigeführt werden. Die Aggression durch die US-Regierung, sekundiert durch das Netanjahu-Regime erschüttert zwar das Mullah-Regime, wird aber keinen Machtwechsel im Interesse des Volkes herbeiführen können!

Und: dieser Krieg wird nicht durch das Volk der USA bzw. Israels begrüßt. Die USA haben sich vom „Hort der Demokratie und des Friedens“, als den sie sich auch heute noch beweihräuchern, endgültig als Hauptkriegstreiber auf der Welt entpuppt.

Angesichts des bevorstehenden Internationalen Frauentags kam die Situation der Frauen und der Kinder zur Sprache. Schließlich sind das die verwundbarsten Gruppen in der unter dem Krieg leidenden Bevölkerung.

Die Auswirkungen auf die Umwelt wurden angesprochen: Schon jetzt brennen im Nahen Osten Raffinerien und treiben durch die Verbrennungsgase und Ruß die Klimaveränderung und somit die begonnene Umweltkatastrophe zusätzlich an – zusätzlich zu den Schäden durch die Kriegshandlungen. Dann gieren die USA nach Erdöl. Im Iran ist das Erdöl besser für die Gewinnung von Kraftstoffen geeignet als das Öl aus Venezuela.

Und die Bundesregierung? Sie steht entsprechend der von ihr ausgerufenen Staatsraison unerschütterlich an der Seite des Aggressors Israel und befürwortet die starke Unterstützung durch die USA. Und sie wäscht dem damaligen dortigen Machthaber Pilatus gleich die Hände in Unschuld: Nein: die Bundeswehr wird dort nicht eingreifen. Igitt! Geflissentlich vergessen wird die militärische Unterstützung durch Waffenlieferungen! Angegriffen wurde ebenfalls die Kriegspolitik der Regierung mit der Umverteilung im Staatshaushalt zugunsten der Rüstungsindustrie und der „Wehrhaftmachung“. Wir sagten auch klar Nein zu Wehrpflicht.

Angesprochen wurde auch, dass sich der Antikommunismus in Esslingen gegen die Störer seiner Ruhe wehrt. Nicht nur, dass die MLPD aus dem Esslinger Bündnis für Demokratie und Menschenrechte“ ausgeshlossen wurde, sondern erst eben wurde die Absage einer städtischen Frauenorganisation an FÜR bekannt, was großes empörtes Erstaunen auslöste. Was für ein seltsames Demokratieverständnis dieser (bürgerlichen) Demokraten!

Entsprechend wurde zu weiteren Protesten aufgerufen. Eingeladen wurde auch für die nächste Montagsdemo am 9.3., die dem Frauentag gewidmet wird. Aber Frauen und Frieden gehören zusammen.

Immer wieder interessierten sich auch junge Leute für unsere Diskussion. Selbst sprechen wollten sie nicht. Nur einige Mädchen ergriffen noch das Mikrofon zu einer deftigen Stellungnahme gegen die AfD, was spontanen Beifall hervorrief. Ja, auch diese Schüchternheit wollen wir überwinden helfen. Eine Passantin sang ein englischsprachiges Anti-Kriegs-Lied, das sie selbst verfasst hatte.

Wir wollen dranbleiben.

Bis zum nächsten Mal, Euer Heribert

Comments are closed.