Liebe Freundinnen und Freunde der Montagsdemo HD und dem Verein ÜSoligenial,
die im Anhang möchte ich Euch zusenden und mitteilen, dass wir am Montag um 18.00 Uhr wieder auf dem Birmarckplatz neben dem Weihnachtsmarkt stehen. Wir protestieren und klären auf, dass „Kriegstüchtigkeit“ und Sozialabbau bei Menschen die Hilfe brauchen ein enger Zusammenhang besteht und wir sehen diese Politik als „verweigerte Hilfeleistung“ der Merzregierung, wie es Marlene Hölz in ihrer Rede letzte Woche formuliert hatte.
Sie hat uns auch noch selbst Gehäkeltes und Gestricktes (Socken, Maskottchen und Fensterschmuck) dagelassen, das wir auf Spendenbasis „Gaza soll leben“ weiter geben sollen.
Mit solidarischen Grüßen
Matz Müllerschön
Anhänge
Pressemitteilung
Mach mit – „gegen die Gewalt an Frauen – Internationaler Kampftag“, – 59,99 € für „Gaza muss leben“
Bereits 4 Wochen vor dem 25. November hat sich die Montagsdemobewegung Heidelberg und der gemeinnützige Verein ÜSoligenial Heidelberg Rhein Neckar an verschiedene Organisationen, Vereine und Einzelfrauen gewandt, denn nicht nur weil die Gewalt und Morde (Femizide) an Frauen weltweit zugenommen hat, sondern in Heidelberg die Stadtverwaltung versucht mit OB Würzner an der Spitze, auf geheißt des Regierungspräsidium Karlsruhe den Haushalt 25 mit 40 Mill € und in 2026 mit 70 Mill € zu kürzen. Anstatt den Schutz der Frauen und die Prävention zu stärken, laufen diese notwendigen Unterstützungen zynisch unter „freiwillige Leistungen“. Politisch sind es im Wesentlichen die gleichen Parteien die mit einem spektakulären Wählerbetrug einen Billionen Kredit für die Waffenindustrie und der „Kriegstüchtigkeit“ ihre Zustimmung gaben und jetzt mit heuchlerischer und bedauerlicher Stimme des Mitleids sagen „es ist leider kein Geld da“ (einen Tag später haben 150 Menschen, überwiegend Frauen, auf dem Friedrich Ebert Platz in Heidelberg dagegen demonstriert).
Zwei Frauen haben sich im Vorfeld als Rednerinnen für die Montagsdemokundgebung gemeldet. Marlene Hölz Mitglied in Courage, seit vielen Jahren Ortsbürgermeisterin und Gleichstellungsbeauftrage der dortigen Verbandsgemeinde und Rose Lang Sprecherin der Verdi Erwerbslosen im Bezirk Rhein Neckar. Rose Lang zeigte auf, dass es nicht nur um die häusliche Gewalt geht, sondern auch um Themen wie Zwangsprostitution, Sexismus im Betrieb, schlechtere Bezahlung, Kriege und andere Benachteiligungen im gesellschaftlichen Leben. Sie erinnerte an die Hintergründe und Entstehung des internationalen Kampftages gegen die Gewalt an Frauen und musste ins Jahr 1960 zurückgreifen als die zwei revolutionären Schwestern Mirabal in der Dominkanischen Republik verhaftet wurden und von Militärangehörigen des Diktator Rafael Trujillo verschleppt und ermordet wurden. Erst knapp 40 Jahre später “1999 wurde offiziell der internationale Kampftag durch die Vereinten Nationen aufgegriffen und ausgerufen“, so Rose Lang. Marlene Hölz hat zwei Tische voll selbst Gestricktes und Gehäkeltes (Socken, Maskottchens und Fensterbehang) auf die bereitgestellten Tische gestellt, ihre Courage Fahne aufgehängt und verkündete: das ist alles auf Spendenbasis für „Gaza soll leben“.Für den Aufbau eines Krankenhauses, sobald der Waffenstillstand auch eingehalten wird. Sie prangerte die veröffentlichen Zahlen an, die in allen Bereichen gestiegen sind und meinte „Es reicht meines Erachtens nicht aus, nur an einem Tag im Jahr auf diese Missstände aufmerksam zu machen“. “Dabei ist morgen sicherlich wieder ein Tag, bei dem Politiker aller Parteien zum Kampf gegen Gewalt an Frauen aufrufen. Gleichzeitig, und das macht mich sehr ärgerlich, sind diese Politiker mit dafür verantwortlich, dass fehlende Plätze in Frauenhäusern nicht ausgebaut werden. Hier fehlt dann angeblich das Geld. Geld, das natürlich in die Rüstungsindustrie gesteckt wird. Auch das ist Gewalt an Frauen, wenn Hilfe verweigert wird. Und als solche Verweigerung sehe ich das an. Es ist verweigerte Hilfeleistung.“
Das Gleiche zeigte sie bei der sogenannten Rentenreform der Regierung auf, wo gerade Frauen in die Armut getrieben werden sollen und dabei eine Spaltung Alt gegen Jung organisiert wird. „Nein, es muss eine komplette Rentenreform erarbeitet werden. Dabei müssen sowohl Beamte, Selbständige, aber auch die Unternehmen selbst ihren Beitrag leisten. – Finden wir uns mit den Kürzungen in den Sozialleistungen nicht ab.“ Die Kundgebung passte sich toll in den auf dem Bismarckplatz stattfindenden Weihnachtsmarkt an. Bei aller vorweihnachtlichen Geschäftigkeit, dürfen wir das Thema „Gewalt an Frauen“ nicht außer Acht lassen.
59,99 € waren am Ende in der Spendendose für Gaza soll leben und einige tiefgreifende Diskussionen im kleineren Kreis war das Ergebnis einer gelungenen Montagsdemokundgebung.
Mit solidarischen Grüßen
Matz Müllerschön Moderator der Montagsdemo Heidelberg
Presseinfo Mode Heidelberg 24.11.2025

