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Esslinger Montagsdemo – 1.9.2025

 

Die heutige 628. Kundgebung versammelte nach und nach etwa 20 bis 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Gelegentlich blieben Leute stehen. Nach wie vor gelang es aber trotzdem nicht, einen festen Teilnehmerkreis aufzubauen.

Im Mittelpunkt stand heute Antikriegstag. Da um 17 Uhr eine Veranstaltung des Esslinger Friedensbündnisses angemeldet war, war unsere heutige Kundgebung kurz (von 16 bis 16.45 Uhr). Wir luden mehrmals zur 17-Uhr-Veranstaltung ein.

Zentrale Punkte waren der Krieg in der Ukraine und der Krieg, den Israel gegen das Palästinensische Volk führt, die Rüstungsausgaben und die Auswirkungen auf unser Leben, die neue „Wehrdienst“-Gesetzgebung, die letztlich auf eine allgemeine Wehrpflicht hinauslaufen wird. Das Ganze wurde auch musikalisch umrahmt.

Beim Gaza-Krieg wurde u. a. darauf hingewiesen, dass Israels Politik fatal an die faschistische Blockade Leningrads erinnert und dass Israel 1948 auf palästinensischem Boden gegründet wurde, aber seitdem ununterbrochen völkerrechtswidrig immer neue palästinensische Gebiete okkupiert und besiedeln lässt.

Zur Ukraine wurde u. a. festgestellt, dass dass ein Krieg zwischen Russland, den USA und der EU um jeweils maximalen Zugriff auf die Reichtümer dieses Landes und diesen Markt zu gewinnen. Leidtragender ist vor allem das Ukrainische Volk, das sich sowohl gegen die äußeren Feinde als auch die eigenen Kapitalisten und Imperialisten wehren muss.

Zu den anderen Punkten wurde das Verhältnis zu den „Verteidigungs“-Ausgaben sowohl Deutschlands und der EU als auch Russlands dargelegt. Hinzu kam die verlogene aggressive Kriegs-Propaganda. Die jungen Leute werden mit Führerscheinen und üppigem Sold umworben. Soll das z. B, am „Bürgergeld“ bei Bildungs- und Gesundheitswesen eingespart werden? Auch das vom DIW geforderte freiwillige soziale Jahr für Rentner erhält möglicherweise einen Sinn: Soll so vielleicht die Versorgung z. B. von Verwundeten abgesichert werden? Dass der von den Scharfmachern geforderte Wehrpflicht auch für Frauen gelten soll, dem wird von den ehemaligen wie den aktuellen Regierungsparteien und der AfD nicht widersprochen. Noch ein Seitenhieb: Wenn doch die „Gleichberechtigung“, wie sie da angeblich gelte, auch endlich mal bei Löhnen und Sozialleistungen für die Frauen im zivilen Leben ankäme!

Ein Bosch-Rentner sprach über die Situation an den Arbeitsplätzen, über die verstärkte Ausrichtung der Unternehmen auf Kriegsproduktion und über die zunehmenden Arbeiterkämpfe gegen den Arbeitsplatzabbau durch die Unternehmer. Es isr wichtig, sich zu organisieren und über Betriebsgrenzen hinweg sich zu koordinieren und zusammenzuarbeiten. Besonders wichtig findet er die 3. Internationale Automobilarbeiterkonferenz im November in Pune/Indien.

Aus Eslingen grüßt Heribert

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