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Gelsenkirchener Montagsdemo: Protest gegen Abschiebung von Alassa M. war medienwirksam

Die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ – Regionalausgabe Gelsenkirchen – berichtete am 10.08.21 über die Montagsdemonstration in Gelsenkirchen vom vergangenen Montag, die die Solidarität mit dem Flüchtlings-Leader Alassa Mfouapon zum Thema hatte: 

„WAZ“ berichtet über Protest der Gelsenkirchener Montagsdemo

(foto: screenshot)

„Er gilt für Flüchtlingsaktivisten als ‚Leader‘ , als Anführer in ihrem Kampf gegen die Abschiebe-Praxis der Bundesregierung. Nun soll der Kameruner Alassa Mfouapon selbst Deutschland bis zum 13. August verlassen – obwohl er eigentlich geplant hat, zeitnah seine Verlobte in Gelsenkirchen zu heiraten. Der Grund: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlingsfrage (BAMF) verneint die Echtheit seiner Fluchtgeschichte. Sein Unterstützerkreis spricht von einem ‚ungehörigen Skandal‘ und ‚Abschiebeterror. …

Das BAMF bezeichnet Mfouapons Geschichte nun als zweifelhaft und widersprüchlich, etwa sei seine Gefangenschaft in Libyen wenig wahrscheinlich, heißt es in dem Ablehnungsbescheid. ‚Dabei sind das Tatsachen‘, wehrt sich der 32-Jährige. …

Auch richtet Mfouapon Kritik an die Stadt Gelsenkirchen, weil er vom baden-württembergischen Ravensburg nicht weg– und hierhin ziehen dürfe. ‚Als Azubi kann ich nicht in meinem Ausbildungsort wohnen, weil man sich in Gelsenkirchen weigert, mich aufzunehmen – obwohl ich keine Kosten von der Stadt anfordern würde.‘ … sagt Mfouapon, der eine Lehre zum Mediengestalter beim MLPD-nahen Verlag ‚Neuer Weg‘ macht.

Die Unterstützung durch die … Partei sowie durch andere beteiligte Organisationen der wöchentlichen Montagsdemo ist groß: Bei der letzten Demonstration am 9. August versammelten sich rund 80 Menschen, um gegen die Abschiebung des Kameruners sowie anderer Geflüchteter zu demonstrieren. Auch zu Wort meldete sich dort die Verlobte von Mfouapon, Lisa Gärtner, die Jugendpolitische Sprecherin der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands, der MLPD. …

Wie Mfouapons Anwalt auf Nachfrage mitteilt, wird man nun eine Klage und einen Eilantrag gegen den negativen Asylbescheid einreichen. Wenn dies fristgerecht erfolgt, sei die akute Gefahr einer Abschiebung vorerst aufgehoben. Im nächsten Schritt komme es dann darauf an, ob das Verwaltungsgericht dem Eilantrag auch zustimmt. Insgesamt könne sich der Prozess über Jahre ziehen.“

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