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Esslinger Montagsdemo am 16.9.2018

Die 541 Montagskundgebung zählte etwa 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Heute ging es entsprechend unserem Beschluss aus der vergangenen Woche um die Aktivierung des Kampfes gegen die Rechtsentwicklung der Regierung. Es kamen von den Eingeladenen zwei Stadträtinnen sowie mehrere Menschen, die nur aus Veröffentlichungen von der heutigen Veranstaltung erfahren hatten.

Ausgehend von den Vorfällen in Köthen und Chemnitz kamen am offenen Mikrofon von den Teilnehmern mehrere Facetten des Problems zur Sprache. Verschiedene Teilnahmer zeigten, wie die Maske „Protestpartei“ der AfD immer unglaubwürdiger wird. Das wird auch Thema für den nahenden Kommunalwahlkampf werden. Eine Frau berichtete, dass sie mit ihrer Enkelin Szenen erlebte, die sie an den Umgang mit Behinderten zu Zeiten der Euthanasie-Gesetze erinnerten. Zwei Redner stellten den Zusammenhang der expansiven deutschen Wirtschaftspolitik mit den Umweltverbrechen überall auf der Welt und den daraus resultierenden Flüchtlingsströmen her.

Weiterhin berichtete ein Mann, dass er 128 Monate stolz abgesessen hat, weil er verurteilt wurde wegen eines Fausthiebs, wobei an der Faust noch der aufgeputzte R¤¤z des Klägers hing, den dieser eben einem dunkelhäutigen Mädchen ins Gesicht gespien hatte. Kurz: Der Konsens war, dass wir in einer Welt leben und dass es keinen Grund gibt, auf andere Menschen herabzuschauen. Ein anderer Konsens war, dass wir für den Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit und für Frieden mehr brauchen als Internetforen oder Gesprächsrunden, sondern dass wir unser Streben öffentlich sichtbar zeigen müssen. Es genügt auch nicht zu sagen „Wir sind mehr“, sondern wir müssen uns auch so zeigen. Dazu müssen wir uns zusammentun, kooperieren und uns koordinieren. Der Zersplitterung der linken Kräfte muss ein Ende bereitet werden, die rechten sind sich längst einig. Für die Einigung der linken Kräfte wollen wir unseren Teil beitragen.

Es war eine emotionale und schöne Veranstaltung. Abschließend wurde beschlossen, dass künftig die Montagsdemo am ersten Montag, oder wenn der auf einen Feier- oder Brückentag fällt, am zweiten Montag im Monat dem antifaschistischen Kampf gewidmet sein wird, das nächste Mal also am 8. Oktober.

Zum Abschluss wurde noch auf eine Kundgebung am kommenden Sonnabend ab 9:30 Uhr gegen den Flächenfraß in Esslingen für den Wohnungsbau durch Investoren und für den Erhalt von Sport- und Spielplätzen, Streuobstwiesen und Frischluftschneisen einschließlich der Kaltluftentstehungsgebiete eingeladen, um 16 Uhr startet die Rotfuchsolympiade, die auch für die Integration von Menschen mit „Migrationshintergrund“ auftritt. Am 6. Oktober (Zeit noch unklar) ist auf dem Hafenmarkt eine Kundgebung der Organisation „Seebrücke“ angemeldet. Weiterhin findet für die in der „Seebrücke“ verbundenen Rettungsorganisationen zweiwöchentlich samstags um 11 Uhr auf dem Stuttgarter Schlossplatz eine Mahnwache statt (das nächste Mal am 29. September). Am vergangenen Sonnabend hat das Ordnungsamt kurzfristig eine Verlagerung auf den Rotebühlplatz verfügt, so dass die Kundgebung sehr geschwächt wurde. An einen Zufall mag ich nicht glauben.

Am Rande traten einige Jugendliche mit deutlich rechtem Gehabe auf. Ab sofort wird es erforderlich, die Ordner nun besser zu instruieren, vor allem geht es uns um den Schutz des offenen Mikrofons und der jeweiligen Redner.

Soweit in Kürze,

 

Aus Esslingen grüßt Euer H.

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