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Montagsdemo Bochum: Internationale Völker wollen keinen Krieg!

Die Teilnehmerzahl an der heutigen Montagsdemo war zwar gering, die Diskussion gegen Krieg und für den Frieden jedoch sehr umfangreich und interessant!

Zur Einleitung der Debatte informierte ein Moderator (der zweite Moderator fehlte aus beruflichen Gründen) über den Ursprung des Antikriegstages am 1. September. Durch einen angeblichen Überfall der Polen auf den Fernsehsender Gleiwitz wurde der Zweite Weltkrieg ausgelöst. Tatsächlich steckte hinter diesem Überfall die deutsche Wehrmacht des faschistischen Hitler-Regimes. Der Grund für einen Krieg mit Polen, aus dem sich später ein Weltenbrand entwickelte, wurde von den Hitler-Faschisten, in abscheulicher Weise provoziert.

Am 1.9.18 findet um 12.00 Uhr auf dem Husemannplatz eine Kundgebung zum Antikriegstag von verschiedenen Organisationen wie z.B. dem Internationalistischen Bündnis statt. Der Moderator rief zu dieser Kundgebung auf: „Inzwischen nimmt der Widerstand gegen die weltweiten Kriege immer mehr zu. Ein Internationalistisches Bündnis, zu dem inzwischen 22 Trägerorganisationen gehören (auch mehrere ausländische wie z.B. ATIF – Konförderation der Arbeiterinnen aus der Türkei oder AKAB – Antikapitalistische Aktion Bonn und viele tausend Einzelpersonen) ist dazu ein gutes Beispiel. Auch die Bochumer Montagsemo wird sich an dieser Kundgebung beteiligen.

Nach dem Singen der Eingangshymne begann die interessante DIskussion.

„Wir wollen ein friedliches Zusammenleben aller Völker auf der Erde“, meldete sich ein Jugendlicher zu Wort, „denn alle Völker auf der Welt lehnen Krieg und Waffen ab. Als Mitglied der Jugendbewegung Rebell setzen wir uns – auch international – für den Weltfrieden ein. Es ist nur die herrschende Klasse, die Krieg will. Umso wichtiger ist der internationale Zusammenschluss aller Unterdrückten und Ausgebeuteten“.

„Krieg ist eine Ausdrucksform des internationalen Kapitalismus, wenn es um die Vorherrschaft der imperialistischen Staaten geht. Neben der Unterdrückung anderer Staaten  ist das internationale Waffengeschäft eine gute Einnahmequelle für die Profite der Waffenkonzerne“, hieß es in einer weiteren Wortmeldung, „nicht nur die USA, China oder Russland zählen zu den imperialistischen Ländern, sondern auch andere Staaten wie z.B. die Türkei, Saudi-Arabien oder Israel zählen dazu. Dabei spielen auch Drohneneinsätze eine immer wichtigere Rolle“.

Eine Rednerin sagte: „Wir haben zur Zeit zahlreiche Kriege, nicht nur in Syrien. In Jemen sterben zahlreiche unschulige Kinder durch Waffengewalt bzw. Bombardements saudi-arabischer Truppen. Auch an vielen anderen Stellen der Welt gibt es militärische Auseinandersetzungen wie z.B. in Afrika. Auch die Bundeswehr ist inzwischen in 14 Staaten weltweit im Einsatz, angeblich zu humanitären Zwecken. Es geht aber kaum um die Hilfe der dortigen Bevölkerung, sondern um die Sicherung strategischer Vorteile oder der Bodenschätze des entsprechenden Landes. Wir müssen daher gegen jeden Auslandseinsatz der Bundeswehr protestieren und am Antikriegstag auf die Straße gehen!“.

„Die Bundeswehr hat mit ihren Werbekampagnen nichts in Schulen zu suchen“, ereiferte sich ein Redner, „Bundeswehr raus aus den Schulen!“

In diesem Zusammenhang wurde auch die geplante Wiedereinführung der Wehrpflicht bzw. einewr allgmeinen Dienstpflicht für junge Menschen angeprangert. „Nachdem die CDU bei der Wehrpflicht inzwischen zurückgerudert ist, fordert sie eine allgemeine Dienstpflicht u.a. im Gesundheits- und Pflegebereich. Das dient ebenfalls der phsychologischen Kriegsvorbereitung, denn die medizinischen Kräfte sollen für die Versorgung der Verletzten bei Kriegseinsätzen eingesetzt werden“, teilte ein Redner mit.

Ein Passant, der in den Achtzigerjahren bei der Bundeswehr war, berichtete: „Wir standen damals schon kurz vor dem Ausbruch eines Krieges, in dem es Natoarlarm ‚aus wichtigem Grund‘ gab. Es gab (und gibt) in der Bundeswehr Kräfte, die einen Krieg wollen!“

„Wir haben nicht nur Krieg im militärischem Sinne, sondern auch Krieg gegen die Flüchtlinge, in dem sie durch Abschottung bekämpft werden, wie z.B. Weigerung von Staaten, Flüchtlingsschiffe anlegen zu lassen wie z.B. Malta. Woher kommt denn die Flüchtlingswelle? Durch die imperialistischen Staaten, die in deren Heimatländern intervenieren bzw. die Herrschenden dieser Länder auf ihre Seite gezogen haben“, meinte der Moderator. Er fuhr weiter fort: „Es gibt keine Grenzen zwischen Nationalitäten (außer für die Herrschenden, die nicht homogen sind), sondern nur zwischen oben und unten. Nur durch Spaltung der Bevölkerungsschichten halten sich diese Ausbeuter an der Macht. Ein Aufstand dagegen müsste auch durch das Militär gehen: Wenn ihr  euch streitet, dann schlagt euch die Köpfe ein, wir werden aber nicht auf unschuldige Menschen schießen!“

Auch die aktuellen Ereignisse in Chemitz standen zur Debatte. „Über die Hintergründe der Messerstecherei wurde von den Medien im Gegensatz zur Hetzkampagne gegen Migranten kaum berichtet. Es gab zwar eine spontane Demonstration in Chemnitz, bei der  sogar Rechte gegen die Polizei vorgingen, die zwar verfolgt wurden. DIe Berichte der Medien zielten jedoch auf die Hetzkampagne gegen die Flüchtlinge“, sagte ein Redner.

Der Moderator wies außerdem auf die Gefahr im Internet hin: „Immer mehr Kriegsspiele werden dort angeboten. Damit instrumentalisiert man die Jugend – geschickterweise – zur Rechtsentwicklung“.

Nach einigen weiteren Redebeiträgen endete die Kundgebung. Das Thema der nächsten Montagsdemo in 14 Tagen ist u.a. die Nachbetrachtung des Antikriegstages und die zukünftige Rentenpolitik. Die SPD will eine Stabilisierung des Rentenniveaus auf 48 Prozent, weil ihr wahrscheinlich die Wähler davonlaufen. Die CDU/CSU lehnt das ab.

Mit der Abschlusshymne endete die Kundgebung.

P.S.: Für die Fahrt zur Herbstdemo nach Berlin sind noch Plätze frei. Wer mitfahren möchte, kann sich unter folgender Email-Adresse anmelden: achenbach_ulrich@freenet.de. Der Fahrpreis beträgt für Hin- und Rückfahrt 32,00 Euro.

Ulrich Achenbach
Moderator

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