Wir sind ist Teil des Bündnisses gegen das Polizeigesetz NRW und ruft zur Demonstration am 7. Juli auf!

Bericht von der Montagsdemo Duisburg am 12.3.18

Aufgrund der Zuspitzung der Situation im Kampf um Efrin in Rojova hatte die Montagsdemo Duisburg den Schwerpunkt der Montagsdemo auf die Solidarität mit dem Kampf gegen den türkischen Einmarsch und die Belagerung der Stadt Erin verlagert.
Türkische und kurdische Freunde hatten angefragt, ob sie im Rahmen der Montagsdemo für die nächste Zeit für die Solidarität mit Efrin demonstrieren können. Ca 150 Menschen beteiligten sich schließlich an der Kundgebung , sowohl viele Menschen türkischer und kurdischer Nationalität, etliche die aufgrund des Jahrestags zu Fukushima zu der Kundgebung gekommen waren, wie auch Kollegen aus der IGM und von Verdi und vom Friedensforum Duisburg.

Mit Sprechchören wie „Erdogan –  Terrorist“, “ Deutsche Waffen , deutsches Geld morden mit in aller Welt“ und anderen , fand ein  „Warm Up“ statt, an dem sich besonders die vielen Jugendlichen unter den Demonstranten beteiligten. Zu Beginn der Montagsdemo stellten die Moderatoren der Montagsdemo die gemeinsame Aktion für unsere gemeinsame Sache und Kampf gegen den Überfall des türkischen Militärs vor. Es wurde eine  aktuelle Erklärung der Gemeinschaft der Gesellschaften  Kurdistans verlesen, die eindeutig  nachwies dass es sich bei der Besetzung von  Rojava und der Belagerung von Efrin um die Vorbereitung eines Völkermords handelt und das ein  Kampf der gesamten Menschheit dagegen organisiert werden muß.
Verschiedene Teilnehmer, die auch Verwandte in Efrin haben, brachten eindringlich ihre Trauer und Wut über die Opfer die dieser Überfall bereits gekostet hat, zum Ausdruck. Es war insgesamt eine sehr aufgewühlte  Stimmung. Die verschiedenen Beiträge, die die türkische Aggression verurteilten, wie auch zur Solidarität aufriefen wurden immer wieder von Sprechchören unterbrochen. Das Lied „Kobane“ wurde begeistert aufgenommen und von vielen mitgesungen.
Auch kontroverse Standpunkte, wie die falsche Einschätzung unter Merkel würde der Faschismus in Deutschland  herrschen, wurden solidarisch geklärt. Am Schluß wurde die anliegende  Resolution  einstimmig angenommen.
Die letzte 1/4 Stunde wurde das ursprüngliche Thema „Jahrestag Fukushima und die Bedrohung durch die Schrott Reaktoren in Tihange/Belgien“ in der gebotenen Kürze behandelt.
Der größte Teil der Demonstranten blieb auch bei diesem Teil der Kundgebung da, was zum Ausdruck brachte dass es immer bewußter wird dass dies keine getrennten Vorgänge sind, sondern eng zusammen hängen und ein gemeinsamer Kampf notwendig ist.
Ein relativ massives Polizeiaufgebot, wenn auch nicht in Kampfmontur, weisen darauf hin, dass den, in verschiedensten Städten sichtbar gewordenen, Schikanen der Polizei gegenüber den Protesten, gegen den türkischen Einmarsch, eine zentrale Strategie zugrunde liegt.
 
Resolution  der Montagsdemo vom 12.3.18:

„Das Militär des faschistischen türkischen Regimes ist gemeinsam mit faschistisch-islamistischen Milizen bis kurz vor den Stadtrand von Efrîn (Rojava/Nordsyrien) herangerückt und versucht einen Belagerungsring zu schließen. Türkische Kampfjets bombardieren Teile der Stadt. Dort leben ca. 500.000 Menschen, viele davon Flüchtlinge. Die Trinkwasserversorgung wurde von den Invasoren gekappt. Ein Massaker an der Zivilbevölkerung und eine humanitäre Katastrophe drohen!!!

Die Kämpferinnen und Kämpfer, besonders der YPG und YPJ, leisten schon seit 51 Tagen gegen das militärtechnisch überlegene türkische Militär einen aufopferungsvollen und heldenhaften Widerstand. Zehntausende protestieren in ganz Rojava und Efrîn selbst auf den Straßen und stellen sich der völkerrechtswidrigen Aggression entgegen. Weltweit protestierten am Wochenende bereits Hunderttausende.

Vor drei Jahren, bei der Schlacht um Kobane, hat sich gezeigt, dass die internationale Solidarität eine starke Waffe ist. 

Jeder Demokrat, jeder Antifaschist ist in dieser Situation herausgefordert, klar Stellung gegen diese völkerrechtswidrigen Angriffe zu beziehen und Solidarität mit dem Widerstand in Efrîn zu praktizieren. 

Wir fordern:

Sofortiger Stopp der Angriffe auf Efrîn!

Keinerlei Beteiligung und militärische Unterstützung durch die Bundesregierung!

Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit der türkischen Regierung!

Hoch die Internationale Solidarität!“

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