Antifaschistischer Umzug der Gelsenkirchener Montagsdemo am 4.7. zum Heinrich-König-Platz

Am kommenden Montag (4.7.) wird die Gelsenkirchener Montagsdemonstration nach dem Offenen Mikrofon ihren monatlichen Umzug dieses Mal zum Heinrich-König-Platz durchführen. Vor kurzem wurde im Gedenken an das Wirken des Vikars Heinrich König ein Gemälde des Gelsenkirchener Künstlers Karl-Heinz Rotthoff im U-Bahnhof am Heinrich-König Platz enthüllt. Schüler vom Berufskolleg haben gemeinsam mit ihrem Lehrer den Rahmen für das Gemälde gemacht.

Das Gemälde zeigt Stationen auf dem Leidensweg von Heinrich König, Vikar der Gelsenkirchener Propsteikirche und Präses der Kolpingfamilien. Seine Kritik an rassistischer und nationalistischer Hetze des NS- Regime führte am 30. September 1941 zu seiner Verhaftung wegen angeblich ‚Wehrkraft zersetzender Äußerungen‘. Vom Gelsenkirchener Polizeigefängnis wurde er ins KZ Dachau überführt. Eine Operation zu Übungszwecken vollzog ein junger SS- Arzt an ihm. Nach einer absichtlich herbeigeführten Sepsis (Blutvergiftung) durch Injektion von Eiter, starb er neun Tage später am 24. Juni 1942. Der Gelsenkirchener Montagsdemo ist es ein wichtiges Anliegen, besonders Jugendlichen die antifaschistischen Lehren aus der Geschichte zu vermitteln: Keinen Fußbreit den Faschisten! Wehret den Anfängen!

Treffpunkt für alle Interessierten ist um 17:30 Uhr am Preuteplatz. Nach dem traditionellen ca. 30-minütigen Offenen Mikrofon zu aktuellen lokal-, sozial-, umweltpolitischen und internationalen Themen beginnt der Umzug zum Heinrich-könig-Platz. Der Künstler Karl–Heinz Rotthoff wird vor Ort sein und die Montagsdemonstranten und Interessierten sachkundig in das antifaschistische Engagement Königs einführen.

 

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