Die Berliner Montagsdemo hat sich mit folgendem Redebeitrag an der Kundgebung zum Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus am MOntag 9. Mai am Sowjetischen Ehrenmal in Berlin-Treptow beteiligt:
Liebe Freunde und Teilnehmer der Kundgebung anlässlich des Tages des Sieges über den Hitlerfaschismus1
Wir begehen heute den 71. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus.
Den Hauptlast dieses Sieges trug die Rote Armee und die Völker der Sowjetunion, des ersten sozialistischen Landes auf dieser Erde.
Sie und aller anderen Opfer gedenken wir hier und Heute und sagen nochmals Danke.
Doch der Reihe nach:
– 30.01.1933 übergab Hindenburg im Auftrag der deutschen Bourgeosie die Macht an Hitler und seine Schergen die nun faschistischen Machthaber begannen sofort mit dem Staatsterror, sperrten Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter wie auch kirchliche Vertreter in Gefängnisse, Zuchthäuser un Konzentrationslager.
11500 Funktionäre der KPD, gegen die nie ein formelles Verbot ausgesprochen wurde, landeten in den Folterhöhlen von GESTAPO und SA.
– In der Nacht vom 27. zum 28. Februar brannte der Reichstag, ein Vorwand ihrem Terror den Anstrich der Legitimität zu geben.
Es folgten am 22.06. das SPD Verbot wie am 02. 05. das Verbot der Gewerkschaften, begleitet mit der Verhaftung, und Tötung derer Funktionäre.
Ich will es mit den Zeilen von Dr. Martin Niemöller sagen:
“Als die Nazis die Kommunisten holten,
habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten,
habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten,
habe ich nicht protestiert;
ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie die Katholiken abholten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Katholik.
Als sie die Juden holten,
habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Jude.
Als sie mich holten,
gab es keinen mehr, der protestierte.”
Diesem organisierten, offenen Staatsterror folgte ab dem 01.09. 1939 der Überfall auf fast alle europäischen Länder und der feige Überfall auf das erste sozialistische Land, die Sowjetunion.
1945 mit dem Sieg über diesen faschistischen Terror schworen sich die Überlebenden:
“Wehret den Anfängen!”
Doch was erleben wir heute?
2003 begann mit den Hartz Gesetzen, der größte Sozialkahlschlag der Nachkriegsgeschichte.
Rogowski, damals Chef von BDI fasste es 2006 in folgende Worte:
“Mit dem Fall der Mauer, haben wir die Abrissbirne gegen den Sozialstaat in Stellung gebracht!
Wir führen einen Knallharten Klassenkampf von Oben, ein Glück, das die andere Seite kaum bemerkbar ist!”
Nach Hartz IV wird es auch Hartz V bis VIII geben!
Worte die mehr als genug sagen…
Kriege werden überall auf dieser Welt geführt, ich denke da vor allem aber an den Befreiungskampf des kurdischen Volkes in Nordsyrien in Kobane Rojava…
Aus diesen Kriegsgebieten fliehen die Menschen vor den faschistischen Horden des IS….
Mit leeren Worten, wie “Wir schaffen das” will uns die Merkelregierung einlullen, uns glauben machen diese Menschen seinen auch in ihrem Namen willkommen.
Die Bilder über die Zustände in den Flüchtlingsheimen sprechen eine andere Sprache… unser Dank gilt all den freiwilligen Helfern, und nicht dem Bau der Festung Europa!
Flüchtlingsheime brennen
Drohungen gegen Antifaschisten bis hin zu körperlichen Angriffen, dazu sagen wir nein und nochmals nein:
Ein Zeichen konnten wir am 7. Mai setzen mit unserer Protestaktion gegen das faschistische Konzert in Hildburghausen.
Wohlwollend nahmen wir zur Kenntnis, alle 49 Feuerwehrleute der Stadt wehrten sich gegen den Veranstalter dieses Konzertes Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr zu werden, in dem sie mit ihrem geschlossenen Austritt drohten!
Diesen Faschisten gilt es geschlossen entgegenzutreten, ihne keinen cm Spielraum zu lassen,
No Pasaran!
Die Erfahrungen des 12,5 Jahre braunen Mobs immer wieder ins Gedächtnis rufen, deshalb möchte ich mit den letzten Worten des tscheschischen Autors, Komponisten, Kommunisten und Widerstandskämpfers Julius Fuzcik, den die Faschisten 1943 zum Schaffott in Plötzensee führten:
Menschen seid wachsam!
Der Schoß (Kapitalismus) aus dem das kroch, ist fruchtbar noch!
Berthold Brecht
Auch wir Montagsdemonstranten fordern das sofortige Verbot aller faschistischen Parteien und Organisationen, wie ihrer Propaganda!
W. Graupner
Berliner Bündnis Montagsdemo
