Solidarität der Montagsdemo Gelsenkirchen mit den Erdbebenopfern in Nepal

Rund 90 Teilnehmer und zahlreichen Passanten, die sich an der 529. Montagsdemo beteiligten, waren sehr bestürzt über die das verheerende Erdbeben in Nepal mit Tausenden Opfern und Verletzten. Aus der Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Kathmandu

2016 stehen Frauen des Kämpferischen Frauenrates und des Frauenverbandes Courage in Kontakt, so wissen wir um die schwierige Lage, teilen die Sorgen mit ihnen. Ihnen allen gilt die uneingeschränkte Solidarität der Montagsdemo. Internationale Hilfe ist sofort nötig, und wir werden uns tatkräftig daran beteiligen.

Ebenso bekräftigten alle Teilnehmer ihre Solidarität mit Heike und Andreas Jordan, die Opfer eines feigen faschistischen Angriffs und mit Mord bedroht wurden. Das neu gegründete Bündnis gegen Faschismus und Krieg in GE wurde sofort aktiv und entfernte die Schmierereien an ihrer Hauswand. Am 1. Mai werden wir zusammen stehen gegen für das Verbot aller faschistischen Organisationen, keinen Fußbreit in unserer Stadt!

Der Bergmann Christian Link und Dr. Willi Mast, Allgemeinmediziner, berichteten von der sehr aufschlussreichen Veranstaltung gegen Giftmüll und PCB unter Tage am 24.4.2015 im IGM-Haus. Dr. Friedrich wies dort als Umweltexperte auf die Gefährdung durch PCB hin. Eine neue Erkenntnis war für viele der rund 100 Teilnehmer, dass diese Substanz ähnlich einzuschätzen ist wie das Seveso-Gift. Ein Grund mehr, darauf zu drängen, dass der Landtag mit seiner Untersuchung Schlüsse aus dem Giftmüllskandal und der PCB-Belastung ziehen muss. Die Pläne der RAG, die Zechen zu schließen und das Grubenwasser ansteigen zu lassen, erfordern entschiedenen Widerstand zur Verhinderung einer regionalen Umweltkatastrophe.

Erfolg hatte der Protest gegen das Einreiseverbot von Eugène Badibanga Kapongo, Gewerkschaftssekretär der Kupfergewerkschaft im Kongo. Wir konnten ihn auf der Montagsdemo begrüßen! Er steht für die Koordinierung der Bergarbeiter auf der ganzen Welt und die Vorbereitung der 2. Internationalen Bergarbeiterkonferenz in Indien 2017. Eugène Badibanga Kapongo gratulierte der Montagsdemo zu ihrem langjährigen Bestehen: „Es freut mich sehr, dass die Leute sich hier dem entgegen stellen, was in der Gesellschaft passiert. Was ihr hier macht, ist außerordentlich. Diese Flamme, die in Euren Herzen auflodert, wird vielleicht eines Tages – auch im Kongo – in ein Feuer ausbrechen. Ich komme nicht als Zuschauer, sondern als Aktivist und werde die Erfahrungen aus Deutschland weitertragen, wir sind im Herzen zusammen.“ Das Feuer, die Fackel weiter zu tragen ist eine Bewegung, die auf Gegenseitigkeit beruht.

Weiter geht es auf der nächsten 530. Montagsdemo am 4.5.2015 mit Berichten vom 1. Mai und den antifaschistischen Aktivitäten , ab 17.30 Uhr auf dem Platz der Montagsdemo, ehemals Preuteplatz und mit anschließender Demonstration.

Für die Bürgerbewegung Montagsdemonstration Gelsenkirchen

Thomas Kistermann und Martina Reichmann, Pressesprecher

 

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