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Bochumer Montagsdemo 

Für „Ruhrpott-Rebellion“ – aber auch kritische Diskussion zur Parole „für Sozialstaat“
Einer der Moderatoren hatte wegen Krankheit gefehlt und nach einem Telefonbericht eine Korrespondenz verfasst. Dabei wollte er sich nicht selber hervorheben und setzte dann den Namen des anderen Moderators darunter. Bei der „stillen Post“ gab es leider Fehler:

Anna Schmit, Vorsitzende des Jugendverbands Rebell, hatte die Frage eines Passanten, ob man sich nicht mit der Bundeswehr wehren müsse, beantwortet. Und sie hatte den Aufruf zur „Ruhrpott-Rebellion“ unterstützt, aber kritisch angemerkt (sinngemäß): „Die Parole ‚Sozialstaat verteidigen‘ geht in die falsche Richtung. Dieser Staat ist nicht sozial. In harten Kämpfen haben unsere Eltern und Großeltern Zugeständnisse erkämpft, wie den 8-Stunden-Tag. Wir verteidigen jeden dieser Erfolge. Aber nicht diesen Staat. Er ist ein Staat der Monopole. Erst wenn wir ihn revolutionär überwinden und den echten Sozialismus aufbauen, wird der neue Staat im Interesse der Arbeiter und breiten Massen sozial sein“

Ein weiterer Fehler in der Korrespondenz ist die Formulierung, die Bundeswehr diene „in erster Linie“ den Monopolen. Nein: vollständig! Die Bundeswehreinsätze in anderen Ländern sind nicht im Interesse der Massen. Die Pläne, die Bundeswehr im „Notfall“ gegen streikende Arbeiter einzusetzen sind es noch weniger. Die Bundeswehr dient kein bisschen den Arbeitern und breiten Massen.

Wir bitten wir die Leser um Entschuldigung.

Die beiden Moderatoren der Bochumer Montagsdemo

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