Wir sind Trägerorganisation des:

Rede von Offensiv – Initiative für eine kämpferische gewerkschaftliche Betriebsratsarbeit bei Opel in Bochum – auf der Kudgbeung am 8.12.14

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Montagsdemonstranten,

Am letzten Freitag lief hier in
Bochum bei Opel das letzte Auto vom Band.

Kollegen, die seit Jahrzehnten im Werk
arbeiten kamen die Tränen.

Die Stimmung war sehr bewegt,

stolz und fast feierlich zurückblickend

auf die letzten Jahrzehnte
und das was wir geleistet haben,
sehr traurig über den Verlust der Kollegen

und den Zusammenhalt, den manch einer

erst in den letzten Stunden

zu schätzen gelernt hat.

Ein Einschnitt im Leben von jedem von uns.

Seit dem 7 tägigen selbstständigen
Streik bei Opel im Jahr 2004
ist die Auseinandersetzung in
Bochum ein bundesweites Politikum.

Dazu hat auch wesentlich die
bundesweite Montagsdemobewegung beigetragen,

aber auch viele andere Kräfte die ich hier sehe,

die MLPD, Basta!, der Solidaritätskreis, viele Gewerkschafter aus ganz Deutschland, und und und

wofür ich mich hier im Namen der
Opel Belegschaft von Bochum ausdrücklich
bedanken möchte.

Kämpfen wie bei Opel“ wurde damals
zum geflügelten Wort.

Was wir heute haben ist
die erste Schließung eines Autowerkes
in Deutschland seit dem 2. Weltkrieg.

Insgesamt 45 000 Arbeitsplätze
werden hier vernichtet.

Genauso wie der Bau des Werkes
im Jahr 1960 bis 1962 soll auch
die Schließung mit mindestens fünfzig Millionen Steuergeldern subventioniert werden.

Der eigentliche Zweck der
Schließung ist ein politisches
Signal. So rückte die konservative

Frankfurter Allgemeine Zeitung
mit den Tatsachen heraus:

Die General – Motors Zentrale in Detroit
war das ständige Querschießen
der Bochum Opel Belegschaft leid
und wollte ein Exempel statuieren.“

Und wie sie das gemacht haben,

das sagt uns jetzt Oliver Wähnert,

seit 26 Jahren Opelaner und

offensiver IGM- Vertrauensmann :

Blättern wir einmal in den Geschichtsbüchern

weit zurück, so wird deutlich,

dass viele Streiks u. Arbeiteraufstände

(denen wir heute noch viel zu verdanken haben)

mit dem Bajonette  voran,

einfach niedergeschossen wurden.

Das geht heutzutage nicht mehr ganz so einfach.

Sie bedienen sich den „moderneren Methoden“

und schalten einen gigantischen Manipulationsapparat

aus Medien, Wirtschaft u. Politik.

Ja, sogar Igmetall (u. BR-Spitze) gehören zu den reaktionären Helferlein.

Sie alle  verschießen ihr mediales u. verbales Pulver:

Gebt euren Arbeitsplatz auf,

kämpfen ist sinnlos,

tönt es wie aus einem Rohr!

Sie treffen unser Zentrum,

blutende Herzen u. tausende sterbende Menschen

(zumindest in ihrer Rolle als Arbeiter)

gehören nach wie vor zu deren

profitgesteuerten Hinterlassenschaft!

Und dennoch: Zahlreiche bedeutungsvolle

Kampfaktionen flammten immer wieder auf,

und bewiesen:

Die Werksschließung akzeptieren wir niemals!

Zwanghaft versucht man

uns als Verlierer darzustellen.

Dabei haben nicht wir das Werk aufgegeben,

sondern GM die Bochumer Belegschaft.

Das war ein Fehler, der ihnen noch leid tun wird!

Eines ist ganz sicher, – wir sind keine Verlierer!

Denn auch wir haben dazu gelernt!

Der Kampf um irgendeinen Arbeitsplatz

geht ja weiter.

Einmal in einem anderem Unternehmen angekommen,

wird schnell klar;

nach ähnlichem Strickmuster

wird es wieder Angriffe

auf unsere berechtigten Errungenschaften geben!

Wann immer in dem anderem Unternehmen

Begrifflichkeiten wie Zukunftsvertrag,

Restrukturierung, Masteragreement

oder auch Überkapazitäten

u. Kapazitätsanpassung fallen,

dann werden an erster Stelle

bei den Ex-Opelanern die Alarmglocken schrillen.

Profitierend von all ihren Erfahrungen

werden diese warnend in Wachhundmanier

auf die neuen Kollegen einwirken!

Ich bin mir sicher, Belegschaften

in denen wir Ex-Opelaner die „Neuen“ darstellen –

werden stolz auf uns sein und umgekehrt!

Nein, es war nicht umsonst, wir geben die Fackel weiter!

Im Herzen bleiben wir alle stolze Opelaner. (Für alle Zeiten) und bleiben Arbeiter!

Glück auf!!

Ihr seht:

Sie haben das Werk geschlossen –
dazu haben sie die Macht.

Aber die Belegschaft klein zu kriegen,
das ist ihnen nicht gelungen!

Das gelang ihnen nicht,

weil wir mit ihren Manipulationsmethoden

immer besser fertig wurden.

Dafür hat es nicht ausgereicht, einfach mal zum Kampf aufzurufen Dafür haben wir uns

auf allen Gebieten des Lebens,
immer etwas Neues einfallen lassen und

unsere Organisationsformen weiterentwickelt

So konnten wir uns immer besser befreien

von ihren Versuchen, unsere Köpfe,

unsere Herzen und unser Handeln zu manipulieren.

Die zahlreichen kleineren Kampfaktionen
innerhalb und außerhalb des Betriebes,
die aktive Verbundenheit mit anderen Belegschaften im Ruhrgebiet.

Eine wichtige Rolle spielte hier die Kollegenzeitung „Blitz“,
der ich ausdrücklich für ihre angriffslustigen Enthüllungen
danken möchte.

Seit 2006 haben wir von Offensiv
72 Flugblätter und 2 Broschüren herausgegeben.

wöchentliche Pausenversammlungen durchgeführt und

die Offensiv-Geburtstagskasse hat mit einem umfassenden Freizeitprogramm,
die Solidarität und den Zusammenhalt organisierte.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bereits die Bekanntgabe
der Schließungspläne
durch den GM Vorstand
war kennzeichnend,

was die für eine Angst vor
der Belegschaft haben,

aber auch auf welche Härte von
Kämpfen wir uns in Zukunft
vorbereiten müssen:

Am 10.12.2012 gab
Opel Chef Sedran
auf einer Betriebsversammlung in Bochum
den Schließungsbeschluss
des Opel Vorstand bekannt.

Mit 50 Bodygards trat er auf,
und verließ fluchtartig den Saal.

Während bürgerliche Politiker wie Merkel oder Steinbrück
schon unmittelbar dannach

die Schließung als gegeben hinstellten

und nur noch die sogenannte

Sozialverträglichkeit“ diskutieren wollten

reagierten die Kollegen ganz anders:

300 Kollegen der Frühschicht der

Fertig- und Endmontage – vorne dran Offensiv – legten die Arbeit nieder unter der Forderung:

Kein Arbeitsplatz darf weg!
Autoproduktion auch nach 2016!“

Demokratisch wurde unter den Streikenden

alles beraten und entschieden-

Aanschließend kam die volle Hetze
in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung,

sogar vom IGM-Sekretär wurde verbreitet:

Die streikenden Arbeiter
und die führenden Leute von „Offensiv“

seien „Unruhestifter“.

Auch die Betriebsräte attackierten uns massiv

warnten die Belegschaft vor „Splittergruppen“,
die provozieren und ihr

parteipolitisches Süppchen kochen wollen etc.

wir bräuchten einen langen Atem“,

es sei zu früh und zum richtigen

Zeitpunkt würden alle gemeinsam

den großen Kampf organisieren.

Dieses gemeinsam und mit langem Atem

hört sich ja auch erst mal nicht falsch an

und so haben sich viele Kollegen an diesem Tag

und vielen weiteren Anlässen vom Kampf abhalten lassen.

Aber es stellte sich eben heraus,

dass diese Versprechungen der BR-Führung

niemals ernst gemeint waren.

Sind sie nicht die

tatsächlichen „politischen-Süppchen-kocher“?

Leute die aus rein politischen Motiven

alles gegen den Streik taten,

obwohl sie wissen, dass es der einzige Weg ist,

den Kampf um die Arbeiteplätze erfolgreich zu führen?

Wenn man bewußt gegen die Interessen einer Belegschaft

und der ganzen Arbeiterklasse arbeitet –

nur weil einem vielleicht

die eine oder andere politische Meinung

oder Parteizugehörigkeit nicht passt

und man deren Einfluss um jeden Preis verhindern muss.

Das nenne ich politisches Süppchen-kochen!

Heute jedenfalls ist einer der am häufigsten

gesagten Sätze im Werk:

Damals, im Dezember als der Sedran die Schließung verkündete, damals hätten wir die Brocken hinschmeisen müssen.

Und der zweithäufigste;

Die Roten“ haben recht gehabt.

So mussten wir auch mit den

Co-Managern vom Vorstand der IG Metall
und ihrer Klassenzusammenarbeitspolitik
fertig werden.

Einer der Höhepunkte war der
„Erpressertarifvertrag“ vom März 2013.
Ausgehandelt vom IG Metall
Bundesvorstand mit Bertold Huber an der Spitze.

Lohnabzüge gegen angeblich
zwei Jahre später Schließung von Bochum
– das war die Logik.

Mehr war nicht drin“ war das
inzwischen geflügelte Wort von
Knut Giesler von der IG Metall Bezirksleitung.

Mit 76 Prozent Ablehnung setzten
die Bochumer ein Zeichen gegen solche Verträge,
die ein demokratische Abstimmung suggerieren,

in Wirklichkeit Erpressung sind.

Wichtig ist, dass bis heute die riesige

Mehrheit der Belegschaft

hinter dieser Entscheidung steht.

Noch in den letzten Tagen haben mir viele gesagt:

Es war richtig, uns nicht erpressen zu lassen.

wir können doch nicht unserer eigenen Werkschließung zustimmen.

Dazu haben sie diese Belegschaft nicht gebracht –

bis heute nicht!

Hier war sich auch der Betriebsrat

fast komplett einig und empfahl,

diesen Vertrag abzulehnen.

Das war ein Zugeständnis

an den Willen der Belegschaft

und das war richtig und gut so!!

Aber wie wir damals sagten –

wer A sagt, muss auch B sagen.

Die Ablehnung der Erpressung

in voller Konsequenz durchzuziehen,

das hätte bedeutet, nun den Streik zu organisieren.

Dagegen setzte aber nun eine

Hetzkampagne durch Presse, Politik, IGM-Führung usw. ein,

vor der auch die Herren und Damen Betriebsräte

endgültig eingeknickt sind.

Hier sind sie der Belegschaft in den Rücken gefallen,

um ihren mit dem Kapitalismus geschlossenen Frieden

nicht zu gefährden.

Es ging ja hier eben nicht um die ein oder andere

kleinere Kampfaktion,

oder einen Tarifstreik,

sondern um die berechtigte Angst

vor einem für sie unkontrollierbaren

und knallharten Massenstreik,

dem sich andere Belegschaften anschließen.

Vor allem mit ihrer nun aktiven Verhinderung jeglicher Kampfmaßnahmen
war ihr Kurs der Kapitulation und des Verrats besiegelt!

Waren die Streiks und Kämpfe bei Opel in den letzten 50 Jahren

immer auch von der Mitwirkung oder Duldung

von kämpferischen Betriebsräten geprägt,

musste diesmal also jeder kämpferische Schritt

nicht nur ohne sie, sondern

gegen diese Leute durchgesetzt werden.

Das war eine Anforderung an die Belegschaft,

die erst mal neu war und mit der wir

im Lauf der letzten zwei Jahre

immer besser gelernt haben fertig zu werden.

Die Folge war, dass
das Verhältnis zu Offensiv und
den klassenkämpferischen Kräften
immer mehr zur zentralen Frage wurde.

Mit der Betriebsratswahl im April 2014

zeigte sich, dass ein zunehmender Teil der Belegschaft

sich hier klar entschieden hat:

Offensiv verdreifachte seine Stimmenzahl
und zog als zweitstärkste Liste mit 3 Betriebsräten

in den Betriebsrat ein.

Liebe Kolleginnen und Kollegen

Aber unter dem geballte Druck aller Register der Herrschenden
– unterschrieben die meisten Ende September
mit Tränen in den Augen und
geballter Faust den Aufhebungsvertrag.

Die Auszubildenden, die dieses Jahr eingestellt wurden,

werden die letzten Bochumer Opelaner sein.

Die Azubis haben immer eine wichtige Rolle gespielt,

beim Kampf um jeden Arbeitsplatz bei Opel.

Dazu spricht jetzt Milan Sommer,

bis vor kurzem Jugendvertreter bei Opel:

Wichtig war dabei immer die Einheit von Jung und Alt.

Die Aufmüpfigkeit der Jugend verbunden mit der Erfahrung der Arbeiter.

Das hat die Geschäftsleitung immer versucht zu verhindern.

So konnten Erfolge erkämpfen wie

die unbefristete Übernahme der letzten Lehrjahre

als Ergebnisse mehrerer Generationen

von Azubis und Jugendvertreter – vor allem – Innen, die selbst

vielleicht nicht mehr davon profitieren konnten.

Das war immer eine wichtige Motivation für die Arbeiter.

Uns Jungen wurde immer wieder erzählt,

dass angesichts der drohenden Werksschließung

die besonderen Anliegen der Azubis die Kollegen gar nicht mehr interessieren würden.

Dass das kompletter Schwachsinn ist, weiß ich aus hunderten Gesprächen mit Kollegen, denen gerade die Zukunft der Jugend eine Herzensangelegenheit ist.

Wie die Zukunft aussehen könnte, habe ich schon daran gesehen,

wie viele Leiharbeiter, die jetzt die letzten Monate in der Produktion waren, in meinem Alter waren.

Dass jetzt viele Kollegen nach Werk 3 gehen,

das ganz in der Nähe der Lehrwerkstatt ist,

bietet eine große Chance für den gemeinsamen Kampf.

Ein besonderer Trumpf war
die Arbeit der Frauen in Basta.

größte Empörung
in der Belegschaft gab es,
darüber dass bei den Betriebsversammlungen
die Basta Frauen ferngehalten wurden.

Ihre mutige Aktion
auf der Internationale Automobilausstellung in Frankfurt

brachten ihnen großen Respekt ein.

Sie waren aber auch eine Herausforderung

an die männlichen Kollegen,

wenn sie von ihren Sorgen auf der Arbeit erfahren wollten und forderten, in den Kampf um „ihr“ Haushaltsgeld

einbezogen zu werden.

Von Basta und vom Solidaritätskreis werden wir sicher später noch hören. Vielen Dank auch an euch!

In unserem Offensiv Programm
hatte von Anfang an die Umweltfrage
einen wichtigen Stellenwert.

Wir schrieben:

Während die Autokonzerne
nur für ihren Maximalprofit produzieren lassen…
treten wir für eine Produktion
nach den Bedürfnissen der Menschheit
im Einklang mit unserer Mutter Erde ein.“

Das zeigt, dass der Kampf um die Arbeitsplätze bei Opel

gar kein Widerspruch zur Umweltfrage ist.

Im Gegenteil, es sind doch die gleichen Konzerne,

die uns die Arbeit und unsere Umwelt zerstören

Dennoch haben wir diese Zukunftsfrage
manchmal in der Hitze des Gefechtes
etwas an den Rand gedrängt.

Es steht noch vor uns, diese langjährige Schwäche
in der Arbeiterbewegung zu überwinden.

Denn es sind wir Arbeiter,

die nicht nur die entfremdete Arbeit überwinden,

sondern auch die Entfremdung von der Natur und

damit die Entfremdung des Menschen von sich selbst

abschaffen können!

Deshalb hat sich unser letzter Redner,

Karl-Heinz Wittman, seit 35 Jahren Opelaner

immer in der Umweltbewegung engagiert

und wurde letzte Woche in den Vorstand

der neu gegründeten Umweltgewerkschaft gewählt!

Herzlichen Glückwunsch zu dieser Form, die Fackel weiterzutragen.

Schließlich war unser Kampf
ein Meilenstein auf dem Weg
zum internationalen Zusammenschluss
des Industrieproletariats.

Mit dem Internationalen Aktionstag
am 31.2.12013 mit Streiks bei GM in Brasilien und
dem mit GM verknüpften PSA Werk in Paris wurden
Keime eines länderübergreifenden Kampfes

und Zusammenschlusses der Arbeiter

eines Konzernes weltweit entwickelt.

Die Herrschenden haben

ihre geballte Macht eingesetzt,
um diese kämpferische Belegschaft

unter zu kriegen.

Das Signal: „Wer rebelliert hat erst recht den Schaden.“

Das ist für sie angesichts
der Krisenanfälligkeit
ihres ganzen Systems lebensnotwendig.

Sie wissen genau,
dass solche Auseinandersetzungen
in Zukunft zunehmen werden.

Wenn wir die richtigen Lehren ziehen,
werden wir das Gegenteil erreichen:

Die Lehren aus den Gefechten der letzten Jahre in unserem Werk
müssen wir verbreiten.

Über eine Lehre berichtet uns Steffen Reichelt,

Stellvertretender Leiter der Vertrauenskörperleitung bei uns:

Insbesondere in der IG Metall wächst eine Auseinandersetzung,

was für eine Art von Gewerkschaften wir brauchen.

Eine des Co-Managementes
oder eine Kampforganisation,
die unsere Interessen im Tageskampf
und darüber hinaus vertritt.

Deshalb haben wir immer wieder positive Vorschläge gemacht
und aktiv in der Gewerkschaft gearbeitet,
aktive Vertrauensleutearbeit gemacht,
in der Delegiertenversammlung,
am 1.Mai usw.

Deshalb rufen wir hier jeden auf,

jetzt erst Recht Mitglied in der Gewerkschaft zu werden,
aktiv in ihr zu arbeiten,
sie zu Kampforganisation zu machen
und eben nicht aufgrund der berechtigten Kritik
nun auszutreten.

Wie sehr uns die Initiative der Sindelfinger

Kollegen gefreut hat, ist gar nicht in Worte zu fassen.

Das ist wahre Solidarität!

Wir gehen nicht geknickt,

wir gehen erhobenen Hauptes
raus aus diesem Werk.

Als Offensiv haben wir unser bestes gegeben.

Die Arbeiter müssen sich besser organisieren,

das ist die wichtigste Lehre von Offensiv,

dann können wir noch ganz andere Sachen bewältigen

als einen Massenstreik gegen einen internationalen Konzern

zu organisieren!

Wie eine Streubombe – sagte meine Schwester letztens –

werdet ihr Opelaner euch nun

in alle anderen Betriebe verteilen

und dort die Lehren verankern.

Anderen ist das Bild der Pusteblume lieber,

vielleicht sind wir eine gute Mischung aus beidem…

Vielleicht stehen wir hier das letzte mal

als Bochumer Opelaner.

Aber freut euch nicht zu früh –

ihr werdet uns nicht mehr los!

So traurig und bitter die Werkschließung ist,

sie kann und sie wird Teil unseres Siegs sein,

des Siegs der Arbeiterklasse über die

Ausbeuter und Unterdrücker dieser Welt!

Gestern Abend habe ich Bastian Schweinsteiger

im Fernsehen gesehen,

der erklärte, dass sie nur

durch die vielen Niederlagen der letzten Jahre

die notwendigen Erfahrungen sammeln konnten

um diesen tollen Sieg bei der WM dieses Jahr hinzulegen.

Also – abgerechnet wird am Schluss

meine Herren in Detroit!

Und am Schluss, da werden wir die Sieger sein!

Es hat sich alles gelohnt!

Das weiß ich spätestens seit heute Abend hier

ganz sicher.

Kein Sonnenstrahl geht verloren – aber das grün das erwächst, braucht Zeit zum Sprießen!

Danke an euch alle!

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