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Aktionseinheit zum Antikriegstag in Saarbrücken

Mitteilung zur Aktionseinheit zum Antikriegstag 2025 in Saarbrücken am 01.09.2025

Was im Kleinen gelingt, kann wachsen und stark werden – und das ist auch nötig. Diesen Optimismus nahmen die Beteiligten an der heutigen Aktionseinheit zum Antikriegstag in Saarbrücken mit.

Palästina-Fahnen neben denen der kurdischen Freiheitskämpferinnen und – Kämpfer; ein Pax-Christi-Transparent bei dem der Montagsdemo; Courage-Emblem, DFG-VK und der ‚Wolf im Schafspelz‘ einträchtig beieinander; die Parteifahne der MLPD fröhlich im Wind; eine liebevoll gebaute Bilderwand, welche geschundene Opfer des Genozids in Gaza zeigte. Selbstgemalte Schilder gegen den Krieg.

Allein das äußere Erscheinungsbild der etwa 50 – 60 Leute starken Kundgebung verhieß heute nachmittag die Hoffnung: im Bewusstsein der gemeinsamen Wurzeln von Unterdrückung, Krieg und Völkermord, mit einem weiten Herzen und in harten Kämpfen werden wir die Kriegstreiber der Welt eines Tages besiegen können.

Im Beitrag einer Courage-Frau klang das genau so an, als sie den Kapitalismus kritisierte und dazu aufforderte, ‚groß zu denken‘ für Gesellschaften ohne Ausbeutung und Unterdrückung. Ohne die Jugend, die Männer und Frauen der Welt in Kriegsgemetzeln zu verlieren.

In vielen Redebeiträgen, teils vom pazifistischen, teils vom revolutionären Standpunkt aus, wurde der große Ernst im Friedenskampf gerade in diesem Jahr deutlich.

2 knappe und treffende Beiträge von Passanten zum Thema Genozid in Gaza: „Im übrigen bin ich der Meinung, Deutschland muss jetzt den Staat Palästina anerkennen…“.

Scharfe und hilfreiche Kritik am neuen Gesetz zur Wehrpflicht durch den Vertreter der DFG-VK.

Die absurde Wechselwirkung zwischen Sozialkahlschlag und Rüstungs-Milliarden wurde besonders durch Montagsdemonstrierer*innen angegriffen.

Aus dem Aufruf der kurdischen KON-MED zum Antikriegstag wurde vorgetragen: „…Wir rufen alle unterdrückten Gemeinschaften sowie demokratischen Kräfte auf, den Kampf für Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit gemeinsam und entschlossen zu führen…“

Die Dringlichkeit einer Gesellschaft, wo der Mensch im Mittelpunkt steht. Dafür stand u.a. der Beitrag der MLPD mit ihrer sozialistischen Perspektive.

Vom Friedensnetz ging die Aufforderung aus, die Gewerkschaften für eine konsequente Friedenspolitik zu gewinnen gegen eine Richtung der Unterstützung des Regierungskurses.

Außerdem wurde beschlossen, eine Solidaritätserklärung an die Trambahnfahrer der Münchener Verkehrsgesellschaft zu schicken. Kollegen weigern sich seit Monaten, Bundeswehr-Werbung in ihren Bussen zuzulassen, kassieren inzwischen eine Abmahnung. Die muss vom Tisch! Die Gewerkschaft ver.di setzt sich ein.

Mit einigen Parolen aus der Palästina-Solidarität (hier gibt’s noch viel zu lernen von der Demo-Kultur der Palästinenser :-)) und der Ankündigung wichtiger Veranstaltungen der nächsten Wochen sowie einer Spendensammlung wurde die Kundgebung abgerundet.

S.Fricker

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