Esslingen 24.11.2014

Esslinger Montagsdemo am 24.11.2014

Heute versammelten sich etwa zwanzig Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu ihrer 392. Montagsdemo.

Hauptinhalte waren die Situation bei Opel in Bochum und Umweltfragen.
Nächste Woche werden wir endlich unser Zehnjähriges über die Bühne bringen. Das wird wie immer um 17.30 in der Esslinger Fußgängerzone am Paracelsushaus („Athleteneck“, „Apothekerbrunnen“ sind ebenfalls Synonyme). Bisher waren alle Anläufe an mangelnder Beteiligung gescheitert. Man kann ja gut einladen, aber wenn niemand da ist, der etwas vorbereitet oder vorbereiten hilft, dann kann der Schaden groß sein (und bei anderen auch die Schadenfreude). Die Einladungszettel wurden korrigiert und scheinen – nach dem Echo bei den Empfängern zu urteilen – trotz „Bleiwüste“ angekommen zu sein.

Zu Opel gab es eine kurze, heftige Aussprache: Was wurde von den Kollegen in Bochum bewegt, was konnte nicht bewegt werden. Auch wenn die Arbeitsplätze offenbar vernichtet werden, so gibt es doch auch etliche Erfolge. Nicht zuletzt wurde durch diesen Kampf zehn Jahre lang die Schließung des Standortes erfolgreich verhindert. Wie sieht es dagegen in den Betrieben in unserer Region aus? Bei Daimler sind die Streiks der vergangenen Woche in Düsseldorf nicht „kommuniziert“ worden. Darüber reden die Chefs also nicht gern. Auch die Wahl der Schwerbehindertenvertreter wurde bei Daimler so behindert, dass wegen mangelnder Information die Wahlbeteiligung nur etwa 25 Prozent betrug! Wir beschlossen, eine repräsentative Delegation am 8.12. nach Bochum zu schicken. Bisher sind wir fünf Leute. Weiterhin wurde einstimmig beschlossen, zur Unterstützung des Kampfes in Bochum die zentrale Koordinierung mit 100 Euro zu unterstützen.
Der Welternährungsgipfel zeigte noch einmal in voller Schärfe den Zusammenhang zwischen Ökologie und sozialer Frage: Damit wir in Europa ein grünes, ruhiges Gewissen behalten, müssen in anderen Ländern Millionen Kinder verhungern! Die Analyse der Potsdamer Klimaforscher für die Weltbank wurde ebenso besprochen. Um Fracking ging es länger: Angesichts der Merdienoffensive für diese Technologie stellten mehrere Redner verschiedene Seiten der Technik und die damit verbundenen Probleme dar (kein fader Monolog!). Der Beschluss der Bundesregierung aus der Vorwoche wurde als gebremste, aber nicht verhinderte Eerlaubnuis zum Fracken verstanden. Die Meinung des grünen Umweltministers in Baden-Württemberg, das Gesetz bedürfe noch einiger Nachbesserungen wurde mit unserem Vers aus den Anfangsjahren gwekontert: Wir brauchen keine Nachbesserungen, das Gesetz muss weg!
Abschließend wurde zum mnorgigen Kampftag gegen Gewalt gegen Frauen eingeladen.

Euer H.

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