Gelsenkirchen Protestdemo für Sofortiges Stopp der IS-Angriffe!

Gelsenkirchener Bürgerbewegung Montagsdemonstration
i.A. der Bürgerbewegung
Thomas Kistermann
Martina Reichmann
Laarmannshof 16
45883 Gelsenkirchen
Tel. 0209-138120
E-Mail: martina.reichmann@onlinehome.de
Gelsenkirchen, 1.10.2014
Protestdemonstration der Montagsdemo: Sofortiges Stopp der IS-Angriffe!
Schützt Kobanê und verhindert ein 2. Sengal!

Auf gemeinsamen Beschluss wird die Montagsdemonstration am 6.10.2014 als Tag des Widerstands durchgeführt, gegen den Vormarsch der IS-Truppen, gegen den Krieg gegen das syrische und kurdische Volk. Die Kundgebung mit offenem Mikrofon und die anschließende Demonstration durch die Straßen der Innenstadt wird in diesem Zeichen stehen.
Dazu sind alle eingeladen, zu kommen, zu mobilisieren, sich mit ihren Beiträgen einzubringen und den Widerstand gegen diese verbrecherische Politik zu stärken. Die Kundgebung beginnt ab 17.30 Uhr auf dem Platz der Montagsdemo, früher Preuteplatz.

Verfolgt von vielen Interessierten und Passanten wurde auf der Montagsdemo am 29.9.2014 über die Schreckensherrschaft der Truppen des islamischen Staates IS diskutiert, ebenso wie über die Rolle des türkischen Staates, der die IS-Truppen unterstützt. Er verhindert unter anderem, dass Kämpfer zurück nach Syrien gehen können, nachdem sie Flüchtlinge persönlich von Syrien über die Grenze gebracht haben. Die Wirklichkeit ist im Gegensatz zu den öffentlichen Äußerungen erschreckend, die türkische Regierung behindert den Widerstand gegen die IS – sogar mit Polizei- bzw. /Militäreinsätzen, bei denen es Verletzte gab. „Die Jesiden wurden durch die Kämpfer der PKK gerettet, nicht durch amerikanische Bomben!“ und „Der Verdacht drängt sich auf, dass das imperialistische Interesse eher den Rohstoffen gilt“, brachten Teilnehmer in eindringlichen Beiträgen vor.
Am offenen Mikrofon erfuhren wir, wie auf kurdischer Seite mutige Frauen und Männer, vor allem Jugendliche kämpfen, unterstützt von der Bevölkerung. Nach einem Besuch an der syrisch-türkischen Grenze berichtete Monika Gärtner-Engel, Moderatorin der Montagsdemo und stellvertretende Vorsitzende der MLPD, die am 28.9.2014 im Rahmen einer Frauendelegation der ‚Weltfrauen‘ vor Ort war: „Die Situation ist alarmierend und die gesamte demokratische Weltöffentlichkeit ist aufgerufen, sich schützend vor Kobanê und das mutige Rojava zu stellen. Von drei Seiten ist die Stadt Kobanê, die als ‚Herz von Rojava‘ bezeichnet wird, belagert. Rojava erregt weltweit Aufsehen durch seine Strukturen demokratischer Selbstverwaltung und Überwindung patriarchalischer Strukturen. Voller Sorge berichten die Bewohner von Ali Zer von einem möglichen bevorstehenden Vormarsch des IS auf Kobane. Die junge Bürgermeisterin Zohal fürchtet, dass damit nach Sengal ein zweites furchtbares Massaker droht. Die IS richtet nunmehr ihren Hauptangriff auf Rojava, weil die dort entstandenen demokratischen Strukturen und v.a die Modelle der Gleichberechtigung der Frauen ihnen zutiefst verhasst sind.“
Teilnehmer/innen der Montagsdemo, die aus Syrien kommen, führten bewegend aus, wie nötig die internationale Solidarität ist – dieser Krieg geht uns alle an, unser Zusammenhalt und Protest sind nicht wirkungslos!
Gemeinsam mit ihnen ruft die Montagsdemo zu breiter Beteiligung bei der Protestdemonstration auf antifaschistischer und anti-fundamentalistischer Grundlage auf!

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Berichterstattung,
Martina Reichmann und Thomas Kistermann

Comments are closed.