Berliner Modemo in Eisenhüttenstadt

Wir bedanken uns für die Einladung und möchten Euch die herzlichsten Grüße im Namen der
Berliner Montagsdemo überbringen.
„Seit 10 Jahren Jahren sind wir als bundesweite Bewegung Montag für Montag gegen die
volksfeindlichen Hartz-Gesetze und die Agenda 2010 aktiv.“
Was uns allevereint ist unsere Standhaftigkeit und inzwischen der Montag als Tag des Widerstands!
Die Entstehung der Stadt Eisenhüttenstadt ist ebenso kein Zufall, wie die Entstehung der Mo-Demo.
Die DDR brauchte Stahl und in ihrer Hochzeit entstanden hier 5 Hochöfen. Es wurde die erste
sozialistische Stadt, als Stalinstadt, geplant und gebaut. Im November 1961 wurde die Stadt in
Eisenhüttenstadt umbenannt und das Denkmal zu Ehren Stalins wanderte in irgendeiner der
Hochöfen.
In den neuen Bundesländern, so auch bei Euch, ist das Armutsrisiko, im Vergleich zu den alten
Bundesländern, am größten.
Herbeigeführt durch den industriellen Kahlschlag. Im Namen der Bundesregierung über die Treuhandgesellschaft
und die amtierende Frau Breuel zur verhaßteten Person aufstieg.
Dazu gehörte auch die Halbierung der Einwohnerzahl von 1989 bis 2012.
Vor zehn Jahren wußtet ihr um die Bedeutung, was die Agenda 2010 und die Hartz-Gesetze in der
Praxis mit sich bringen. Arbeitsplatzabbau und das Ansteigen der zunehmenden Arbeitslosigkeit
führten zu Niedrig- und Niedriegslöhnen.
In der Tradition der Mo-Demos von 1989 entstand in vielen Städten und Orten, die Mo-Demos in
Ost und West. Wie in 80 Städten habt ihr die Standfestigkeit gezeigt und tragt den Protest gegen
diese Regierungen bis heute auf die Straße.
Immer eindringlicher ist die Forderung nach der 30-Stundenwoche bei vollem Lohn-und
gehaltsausgleich.
Heute wissen wir um die Bedeutung der Überparteilichkeit auf antifaschistischer Basis!
Die vereinfachung, hochtrabend die Reformierung der Hartz-Gesetze genannt, bedeuten ab 2015
weitere Verschärfung der Hartz-Gesetze.
Mindestens ein Mindestlohn von 8,50€. Nein, wir sagen nicht unter 10 €.
Die Forderung: Weg mit den Hartz-Gesetzen, dafür die Einführung des Arbeislosengeldes bis zur
Aufnahme einer Arbeit hat an Dringlichkeit nicht verloren.
„Es ist zu spät zum Aufgeben“, so eine Volksweisheit aus Bochum.
Die Merkel/Gabriell – Regierung trägt massiv zur Verschärfung der Umweltkrise bei. Quasi vor
Eurer Haustür soll der Braunkohleabbau in der Lausitz massiv ausgeweitet werden. Milliarden
Tonnen CO2 werden freigesetzt und unter die Erde verpreßt. Ganze Dörfer werden platt gemacht.
Hier bewahrheitet sich das alte Brecht Wort:
„Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“.
In diesem Sinne
Eure Berliner

Hansheinrich

17.August 2014.
Eine gesprochene Grußbotschaft von Wolfgang und Hansheinrich zum 10-jährigen
Bestehen der Montagsdemo in Eisenhüttenstadt.

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