28.07.2014 Wuppertal Protesterklärung

Liebe Freunde, anbei eine Protestresolution gegen die Aggression des israelischen Regierung gegen Gaza. Viele und solidarische Grüße aus Wuppertal!

Protesterklärung der Wuppertaler Montagsdemo vom 28.7.2014

Sofortiges Ende des Kriegs gegen Gaza!
Für das Selbstbestimmungsrecht des palästinensischen Volkes!
Wir sind 100 Wuppertaler verschiedener Herkunft, die sich heute zusammengefunden haben, um gegen die brutale Aggression der israelischen Regierung gegen Gaza zu protestieren. Wir treten ein für ein Leben ohne Ausbeutung und Unterdrückung, ein Leben voller Menschenwürde!
Seit Beginn der Bodenoffensive sind weit über 1070 Menschen im Gaza-Streifen getötet worden. Die meisten Opfer sind Kinder, Frauen und ältere Menschen. Ganze Familien wurden ausgelöscht wie die deutsch-palästinensische Familie Kilani. Tausende sind schwer verletzt. Es fehlt am Nötigsten. Die medizinische Versorgung ist desolat. Im weltweit mit am dichtesten besiedelten Gebiet gibt es keine Schutzbunker und keine Fluchtmöglichkeit für die Menschen.
Der israelischen Regierung geht es nicht darum, Frieden und Sicherheit für die Bevölkerung von Israel zu erreichen. Dafür müsste sie nur die völkerrechtswidrige Besetzung Palästinas beenden! In Wirklichkeit versucht die israelische Regierung mit dem Bodenangriff die vollständige Kontrolle über Gaza zu erlangen und den Widerstand – der keineswegs nur von Hamas ausgeht – zu liquidieren. Es ist sicherlich kein Zufall, dass der Angriff in einer Zeit erfolgt, in der ein Einigungsprozess die Spaltung der Palästinenser beginnt zu überwinden. Das soll torpediert werden.
Über Jahrzehnte wird die palästinensische Bevölkerung drangsaliert, enteignet, vertrieben, ermordet. Die palästinensischen Arbeiter in Israel unterliegen besonderer Ausbeutung, Gaza wurde in ein „Freiluftgefängnis“ verwandelt. Reaktionäre Zionisten rechtfertigen diese Politik mit der rassistischen Ideologie, die Juden seien „Gottes auserwähltes Volk“.
Wider besseres Wissen wird die Kritik an der israelischen Regierungspolitik mit Antisemitismus gleichgesetzt, wie es seitens der Bundesregierung und in den Medien massiv geschieht. Wirkliche Solidarität mit dem palästinensischen Volk lehnt Faschismus und Antisemitismus klar ab! Viele von uns waren und sind aktiv gegen die Umtriebe der Neonazis. Aber wir halten daran fest, dass mit dem Holocaust keine Unterdrückung eines anderen Volkes gerechtfertigt werden kann, im Gegenteil! Sich gemeinsam gegen Unrecht und Verfolgung zu stellen, das ist die Konsequenz des Antifaschismus.
Es ist heuchlerisch, wenn die Bundesregierung von Frieden redet. Gleichzeitig wurde und wird Israel massiv unterstützt mit Waffenlieferungen, etwa den neuen atomwaffenfähigen U-Booten. Und gleichzeitig werden an das Regime in Saudi-Arabien Waffen geliefert, die nachweislich von den faschistischen ISIS-Gruppen gegen den Befreiungskampf der Kurden in Rojava (Nord-Syrien) eingesetzt werden. Es geht den imperialistischen Mächten, allen voran den USA, aber auch der EU darum, die Vorherrschaft im Nahen Osten zu sichern. Dafür werden reaktionäre Regimes unterstützt. Es geht ihnen nicht um Frieden und Freiheit!
Wir rufen dazu auf, diesem Krieg entgegenzutreten!

Für Rückfragen stehen gerne zur Verfügung:
Ismail Karsoua                                 Walter Kolbe
Nevigeser Straße 134                     Bremer Straße 44
42113 Wuppertal                           42109 Wuppertal
ismail.karsoua@hotmail.de       wamakolbe@gmx.net

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