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Leserbrief und Bericht Duisburger Montagsdemo 06.01.2020 zum Fahrplan- und Routenumstellung bei der DVG

Die kleinen Leute interessieren nicht! Stoppt das Chaos!

Unter diesem Titel fand am 6. Januar 2020 in Duisburg die 716te Montagsdemonstration mit bis zu 50 Teilnehmern statt. Seit dem 27. Oktober 2019 ist der neue Fahrplan und die Routenumstellung der Duisburger Verkehrsgesellschaft in Kraft und stellt die Bevölkerung vor unzumutbare Zustände. Was von den Planern offensichtlich nicht verstanden wurde, ist die besondere Situation der sogenannten Behinderten, der Alten und der Schüler. Diese Gruppen sind besonders auf den Nahverkehr angewiesen und dem muss er auch entsprechen. 500 Meter zusätzliche Wegstrecke ist für manchen Menschen mit Behinderung schlicht nicht zu leisten. Und wenn sie nicht mal zu ihrem Arzt kommen, oder zu Einkaufsmöglichkeiten, stellt sie dies vor unlösbare Probleme.

Viele Betroffene berichteten auf der Montagsdemo von ihren Erfahrungen und waren empört. Besonders gravierende Beispiele waren u.a., dass Schichtarbeiter bei Thyssen morgens um 2.30 Uhr aufstehen müssen damit sie mit dem öffentlichen Nahverkehr rechtzeitig um 6 Uhr in Hamborn auf Frühschicht kommen, dass ganze Siedlungen wie der „Entenfang“ vollständig vom Netz abgeschnitten sind und sie nur per Taxi z.B. zum Reha Sport kommen, usw. Diese Empörung richtet sich vor allem gegen die Stadt Bürokratie, sowie die verantwortlichen Parteien im Rat, die die neue Verkehrsplanung verabschiedet haben. Versuchten diese die berechtigten Kritiken zuerst durch Arroganz nieder zu bügeln (wörtliches Zitat des zuständigen Beigeordneten „ …Bürgerbeteiligung kaum umsetzbar. Da ist der Großteil der Bürgerschaft in der Regel überfordert:“) haben CDU und SPD jetzt auf Absatzbewegung umgeschaltet und schließen sich den Kritiken an (s. WAZ DU Süd Teil v. 14.1.2020) . So soll wohl der Widerstand der Bevölkerung unterlaufen werden, die sofortige Änderungen fordert und nicht bei der Empörung stehen bleiben will . Deshalb fordern wir, die Montagsdemo Duisburg, dass die Streichung ganzer Buslinien und Haltestellen sofort zurück genommen werden muss! Alle Kritiken, Vorschläge und Initiativen der Bevölkerung müssen im einzelnen konkret behandelt, beantwortet und veröffentlicht werden! Darüber hinaus fragt die Montagsdemo, was eigentlich die tatsächlichen Gründe für die Umstellung der Routen und die Auflösung von Haltestellen sind. Man gewinnt den berechtigten Eindruck, dass der neue Fahrplan dazu genutzt wird weitere Gelder einzusparen, auf Kosten der Bevölkerung! Auch ist diese Fahrplanänderung kein wirklicher Beitrag gegen die Klima Katastrophe und schreckt Autofahrer eher von einem Wechsel in den öffentlichen Nahverkehr ab!

Die Montagsdemo Duisburg stellt als überparteiliche Plattform des Widerstands ihr Know How und ihre Kontakte für die Schaffung eines breiten Bündnisses zum Widerstand gegen die neue Fahrplan- und Routenumstellung zur Verfügung. Parteien, Gewerkschaften, das internationalistische Bündnis, Bürgerinitiativen und Umweltverbände usw. wollen und müssen wir dafür gewinnen. Am 3.2.2020 17.30 Uhr wird sich die nächste Montagsdemo am Lifesaver auf der Königstrasse erneut mit dem Stand der Auseinandersetzung um die Fahrplan – und Routen/ Haltestellen Änderung beschäftigen!
Die Presse nahm am 6. Januar nicht teil und griff es ihrer Berichterstattung auch nicht auf. Dafür war das lokale Studio 47 anwesend und erstellte eine Sendung.Hier der Link zu dem 4 minütigen Bericht. https://youtu.be/avEQhPDbx_g

Montagsdemo Duisburg ist erreichbar unter montagsdemodu@arcor.de oder auf facebook: montagsdemo duisburg

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