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Solierklärung der Dresdner Montagsdemo an die SeaWatch-Kapitänin Carola Rackete

Dresden, 23. Juli 2019

Liebe Carola Rackete,

wir sind Teil der bundesweiten Montagsdemonstrationsbewegung (www.bundesweite-montagsdemo.com) und stehen jeden zweiten Montag in der Dresdner Innenstadt für linken Protest, internationale Solidarität und gelebten Humanismus. Ganz klar positionieren wir uns gegen PEGIDA und andere rassistische bzw. faschistische Kräfte und Positionen.

Gestern Abend machten wir auf unserer Kundgebung und der Diskussion am offenen Mikrofon die Seenotrettung, die notwendige Kritik am Seehofer’schen „Hau ab“-Gesetz und natürlich die Auseinandersetzung mit dem Rassismus von PEGIDA zum Thema.

Schon als wir das Thema vorstellten und zum ersten Mal Dein Name fiel, klatschten einige gerade vorbeigehende junge Frauen.

Natürlich gab es auch einige Schreihälse, die durch ihre Äußerungen (Ruf: „Abschieben!“) ihre offensichtliche Nähe zu PEGIDA demonstrierten. Das Wichtigste war aber, dass nach nur etwa fünf Minuten sich um uns eine Gruppe von geflüchteten Menschen aus Syrien und Afghanistan sammelten. Es war eine richtige Verbrüderung, die im Dresdner Stadtzentrum stattfand und wir vereinbarten eine weitere und festere Zusammenarbeit.

Liebe Carola Rackete, in Diesem Sinne: herzlichen Glückwunsch zu Deinem Mut und Deiner klaren Haltung! Durch Dein Handeln hast Du ein wichtiges Signal gesetzt; ebenso wie andere in der Seenotrettung bzw. anderweitiger Flüchtlingshilfe aktive Mitmenschen. Wir versichern Dir unsere volle Solidarität gegen die Strafandrohung der italienischen Regierung und gegen die gegen Dich persönlich gerichtete rassistische und faschistische Bedrohung!

Und: wenn Du mal montags in Dresden bist, an unserem offenen Mikrofon ist für Dich immer Zeit und Platz!

Viele Grüße der Solidarität und des Internationalismus!

Bernd Blickle und Andrea Ebert

für die Dresdner Montagsdemo

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