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706. Montagsdemo in Gelsenkirchen am 17. Juni: Die Entlassungen im Bergbau gehen uns alle an!

Die TeilnehmerInnen der Montagsdemo am 17.6.2019 bestärken den Bergleuten, sich nicht unterkriegen zu lassen. „Wir versichern Euch unsere volle Solidarität!“

Zur letzten Förderschicht erklärten RAG, Regierung und IGBCE-Vorstand mit großer Medienöffentlichkeit „Danke, Kumpel!“ Alles leere Worte,“ so der Bergmann Christian Link. „Von wegen, keine fällt ins Bergfreie. 200 Bergleute haben ihre Kündigung erhalten. Gleichzeitig wird weiter Blutkohle importiert und klimaschädlich verbrannt. Trotz Tonnen Giftmüll und PCB unter Tage, hat die RAG mit der Flutung der Zechen begonnen und die Wasserhaltung zurückgefahren. 124.000 Bergleuten und Witwen wurde ihr Deputat für eine mickrige Abfindung geklaut. Mit Privatisierungen der alten Zechenwohnungen und Mieterhöhungen verdient sich die RAG eine goldenen Nase.“

Dazu ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Seit Jahresbeginn haben die Bergleute mehrere Demonstrationen in Bottrop durchgeführt, die viele der Montagsdemonstranten zu ihrer Sache machten. Mit dem klaren Signal: Damit darf die RAG nicht durchkommen!

Die Märchen von den großen Chancen auf dem Arbeitsmarkt glaubt keiner so leicht. Die Opelaner aus Bochum wissen, wovon sie reden. Sie bekamen das gleiche zu hören. Fakt ist, dass immer noch zig Kolleginnen und Kollegen, die in der Transfergesellschaft waren, keine Arbeit haben oder in unwürdigen Arbeitsplätzen, Leiharbeit, befristet oder in Hartz IV gelandet sind. Für sie ist klar: Seinen Arbeitsplatz verkauft man nicht!

Das Signal der Kumpels 1997 beim großen Bergarbeiterstreik ist unvergessen. Die Montagsdemonstranten machten am 17.6.2019 unmissverständlich klar: Wir werden den Widerstand gegen die Politik der verbrannten Erde durch die RAG gemeinsam mit den Kumpels weiter auf die Straße tragen. Es geht um Zukunftsfragen, die uns alle betreffen!

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Kistermann und Martina Reichmann

Pressesprecher

 

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