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Montagsdemo Esslingen

Esslinger Montagsdemo am 20.05.2019

Die 569. Montagskundgebung zählte etwa 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Heute beteiligte sich FÜR Esslingen wieder sicht- und hörbar sicht- und hörbar an der Kundgebung.

Natürlich (besser: konsequenterweise) war der Sturz der österreichischen Regierung Thema 1. Hier zeigte sich, was den selbsternannten Gralshütern der Demokratie und der Transparenz und Kämpfern gegen Korruption diese hehren Phrasen wert sind: Nichts blieb übrig (als Neuwahlen)! Und das auch nur, weil die Leute auf die Straße gegangen sind und den Rücktritt forderten.

Das zweite Thema war der Wahlkampf Europawahl. Gestern gab es in Stuttgart und weiteren Städten in ganz Europa Demonstrationen gegen Rechts. Nur Wurde bei Losungen wie „Ein Europa für alle“ stehen geblieben. Brauchen wir die Springers, Zetsches, Albrechts, Piechs und wie sie alle heißen, in diesem Europa? Diese Frage wurde von den gestrigen Sonntagsrednern noch nicht einmal angekratzt. Nein, Abwählen allein hilft nicht. So ein Ergebnis, das ist eine Lehre von 1933 (oder in Chile 1973) kann schnell „revidiert“ werden. Wer eine Politik will, die weder von den Rechten bestimmt wird noch die bisherige Politik der etablierten Parteien weiter ertragen will, der sollte die internationalistische Liste wählen.

Danach ging es zum PCB-Skandal. Auch aus einer zweiten Veranstaltung für Schüler, Lehrer und Elternvertreter sowie Mitglieder des Gemeinderates wurden Vertreter von FÜR nicht zugelassen (die Gemeinderätin war dienstlich verhindert). Der Hausmeister wurde instruiert, uns nicht auf das Gelände zu lassen. Die Verwaltung versucht also mit allen Mitteln, diese Sache in ihrem Sinn in den Griff zu bekommen. FÜR sagt, bei Gefährdung der Gesundheit kann man nicht einfach „zur Tagesordnung übergehen“. In der Folge des Drucks der Eltern der Zollberg-Realschule wurde (als bisher einzige der betroffenen Schulen) beschlossen, sofort den Unterricht in unbelasteten Räumen durchzuführen. Aus dem „sofort“, also heute, wurde nächster Montag. FÜR lädt zu einer Pressekonferenz am Mittwoch um 128 Uhr im Bürgerhaus Pliensauvorstadt in der Weilstraße 8 und zu einer Demonstration am Samstag um 11 Uhr ab Bahnhofsvorplatz ein.

Interessant war eine Mitteilung über die Seenotrettung: Die Seawatch hat einen Prozess gegen die niederländische Regierung gewonnen – ihr Schiff darf damit ganz normal die Werft in Spanien verlassen. Ein Kapitän wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 10 000 Euro verurteilt. Natürlich wollen die Seenotretter diese Sache nicht auf sich beruhen lassen.

Informiert wurde über neue Proteste gegen die Baupolitik in der Pliensauvorstadt. Als letztes: Eine Initiative hat sich gegen Mobbing an Schulen gebildet. Nur war die Resonanz zu gering. Der Organisator zog dann an den Infoständen der Parteien vorbei und forderte sie auf, da sie bislang seine Fragen nicht beantworteten, Stellung zu beziehen. Die beste Resonanz erhielt er von der CDU.

Soweit in Kürze,

Aus Esslingen grüßt Euer H.

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