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Montagsdemo Esslingen

Esslinger Montagsdemo am 15.04.2019

 

Die 565. Montagskundgebung zählte etwa 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Heute beteiligte sich FÜR Esslingen sicht- und hörbar an der Kundgebung. Eingangs wurde noch ein Vorfall von vorigem Montag mitgeteilt und dazu ein Beschluss gefasst (siehe untenstehenden Nachtrag).

Erst jetzt war bekannt geworden, dass in der Raumluft der Zollbergrealschule (ZRS) eine hohe PCB-Belastung festgestellt wurde (> 3000 ng/m³). Angeprangert wurde die Politik von Stadt und Landesgesundheitsamt, den Unterricht in diesem Gebäude fortzusetzen. Es wurde über die gesundheitsschädliche Wirkung der Stoffgruppe gesprochen und über die gesundheitlichen Risiken der betroffenen Schüler, Lehrer, Angestellte. Grundsätzlich wurden die von den Verwaltungen angeführten Grenzwerte kritisiert, weil es für solche Stoffe eigentlich gar keine geben kann. Am OB Dr. Zieger und seinem Stellvertreter, dem Ersten Bürgermeister und Baubürgermeister Wallbrecht wurde heftige Kritik geübt. EBM Wallbrecht verschwieg mehrere Jahre die Messungen und ihre Ergebnisse, auch vor dem Gemeinderat. Da gingen im Gemeinderat „die Tassen hoch“. Auch unsere Teilnehmer zeigten sich empört über die inhumane und menschenverachtende Politik dieser Spitzenbeamten der Stadtverwaltung. FÜR fand zwar, dass das für den Wahlkampf dieses Bündnisses eine Steilvorlage sei, dass aber auch nach den bevorstehenden Kommunalwahlen dieses Thema auf der Agenda bleibt. Dafür ist die Gesundheit unserer Einwohner ein zu hohes Gut, als dass man das nur im Wahlkampf thematisiert.

In diesem Sinn fanden wir die Freitagsdemos FFF, die jetzt auch in Esslingen stattfinden, für eine gute Aktion. Eine Vertreterin des Elternbeirats der ZRS schrieb, die Schüler sollten an den FFF-Demos gemeinsam mit ihren Eltern teilnehmen: Dann atmen sie bessere Luft als in der Schule.

Eine Frau fragte nach den Schülern, die in früheren Jahren eben diese Schule besuchten: Die werden außen vor gelassen, als gehörten sie nicht zu den Geschädigten.

Die Eßlinger Zeitung brachte zum Wochenende die Nachricht, dass der IWF fordert, dass in Deutschland höhere Löhne bezahlt werden. Das ist eine Steilvorlage, höhere Lohnforderungen zu stellen und endlich auch durchzusetzen. Aber das bedeutet nicht, dass der IWF vielleicht plötzlich eine soziale Ader hätte, sondern dass der Exportüberschusses der deutschen Wirtschaft gebremst werden soll (Anlage).

Am Rand standen einige junge Leute, die Hartz IV toll fanden: Da hat man Geld und macht sich keine Sorgen, wenn man keine Lehrstelle findet. Die Eltern zahlen ja auch Steuern. Gut (oder auch nicht): Die Schikanen der Jobcenter hatten sie noch nicht kennengelernt. Dass aber, wenn z. B. der Kühlschrank kaputtgeht, dieser aus den paar Groschen neu angeschafft werden muss, die man vom Jobcenter kriegt, und dass auch das vor Hartz besser geregelt war und auch die Sätze auskömmlicher waren, machte sie nachdenklich.

Soweit in Kürze,

Aus Esslingen grüßt Euer H.

Nachtrag zur 564. Kundgebung: Eine Teilnehmerin hatte bemerkt, dass jemand unsere Kundgebung fotografierte. Leider hatte sie dass erst hinterher mitgeteilt. Die 565. Kundgebung beschloss darum, dass die Ordner bei solchen Fällen eingreifen sollen: Der Schutz der Persönlichkeitsrechte ist zu wahren. Fotos können Teilnehmer nach Absprache machen und auch (erkenntlich) Pressefotografen.

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