Erfolgreiche 7. Delegiertenkonferenz der Montagsdemos in Kassel

Pressemitteilung der Koordinierungsgruppe Bundesweite Montagsdemo, 01.03.09

Gestärkt in die Zukunft
Erfolgreiche 7. Delegiertenkonferenz der Montagsdemos in Kassel

Offen, vielfältig – und mit vorwärstreibenden Beschlüssen verlief die 7. Delegiertenkonferenz der Montagsdemonstrationsbewegung.

95 Delegierte aus 46 Städten wurden von den Montagsdemos vor Ort zur Konferenz entsandt. Auf der Tagesordnung standen der Tätigkeitsbericht der Koordinierungsgruppe, der Finanzbericht, Beschlüsse zur weiteren Arbeit und die Wahl der neuen Koordinierungsgruppe und der Finanzrevisoren.
Die Delegiertenkonferenz war sich insbesondere ihrer großen Verantwortung bewusst, die sie als erfahrene, politisch selbständige, überparteiliche, selbst organisierte und finanzierte Bewegung in der gerade erst begonnenen Weltwirtschaftskrise für kommende Massenkämpfe und Demonstrationen hat.
Es wurde vor allem betont, weiter an der Festigung der Einheit von Arbeitern und Arbeitslosen zu arbeiten.
Der Tätigkeitsbericht der Koordinierungsgruppe wurde begrüßt, weil er Kritiken und Anregungen der Montagsdemonstrationsbewegung aufgriff und auch ohne Scheu über Erfolge, genauso wie noch vorhandene Schwächen in der Arbeit der Koordinierungsgruppe Rechenschaft ablegte.
Die Montagsdemobewegung hält fest an einer ihrer zentralen Aufgaben: sie beschloss die Durchführung einer weiteren bundesweiten Demonstration gegen die Regierung am 21. Oktober in Berlin. Umstritten war keineswegs die Demo, aber der Termin. Viele hatten sich eine Demonstration noch im Bundestagswahlkampf gewünscht. U.a. die Argumentation, der neu gewählten Regierung zu zeigen, dass sie mit der Montagsdemonstrationsbewegung rechnen muss, erhielt die Mehrheit.
Vielfältige Initiativen und Vorschläge wurden vor gebracht und die Konferenz machte deutlich, dass künftig mehr Erfahrungsaustausch, regionale Vernetzung, gemeinsame bundesweite Aktionstage, eine lebendige Homepagearbeit, usw. verwirklicht werden wird. Dieser Auftrag erging an die neu gewählte Koordinierungsgruppe, die bei einer Enthaltung einstimmig gewählt wurde!
Auch finanziell konnte sich die Montagsdemobewegung weiter konsolidieren.
Die Delegierten erklärten sich solidarisch mit der bei Kaisers-Tengelmann gekündigten Kassiererin Barbara E., genannt Emmely. In der einstimmig verabschiedeten Solidaritätserklärung heißt es: „Wer einen von uns angreift, kriegt es mit allen zu tun – und sie sind eine von uns, weil sie wie wir für die Gerechtigkeit kämpfen.“
Es wurden eine Reihe weiterer Beschlüsse gefällt, die in den nächsten Tagen auf der Homepage www.bundesweite-montagsdemo.de zu finden sein werden.
Es ist der demokratische und solidarische Stil, die Überparteilichkeit und der kämpferische Charakter der Montagsdemonstrationsbewegung, die sie stark gemacht hat. Die Montagsdemonstranten werden auch künftig diese Trümpfe ausspielen – und stärker werden!

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