Pressemitteilung der Koordinierungsgruppe zu den Montagsmahnwachen

Pressemitteilung der Koordinierungsgruppe der Bundesweiten Montagsdemo »Weg mit Hartz IV! – Das Volk sind wir! – Montag ist Tag des Widerstands!«

Wir haben am uns bereits am 12. April 2014 in einer Pressemitteilung „Aufgepasst – Demagogen am Werk!“ zu den Montagsmahnwachen der sogenannten „neuen Friedensbewegung“ geäußert und uns von dieser Bewegung distanziert. Dafür wurden wir von einzelnen Anhängern dieser Bewegung zumeist anonym per Email beschimpft und beleidigt. Davon haben wir uns aber nicht einschüchtern lassen! Auch haben in verschiedenen Städten rechte Kräfte oder von ihnen beeinflusste Menschen versucht, unsere Montagsdemonstrationen zu stören oder zu unterwandern. Wir sind offen für neue Mitstreiter und neue Ideen, diskutieren solidarisch und kontrovers die brennendsten Fragen – aber auf antifaschistischer Grundlage! Einen Missbrauch unserer Offenen Mikrofone lassen wir nicht zu.

Nach weiterer Recherche und unseren Erfahrungen vor Ort, können wir heute sicher sagen, dass sich unsere Einschätzung weiter bestätigt hat und wir mit unserer Warnung richtig lagen.

Die Anmelder, Organisatoren und die Hauptredner der sog. Friedens-Mahnwachen ziehen keinen ernst gemeinten Trennungsstrich zu ultrarechten, faschistoiden und faschistischen Kräften und fungieren damit als Türöffner für diese. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass sie jetzt versuchen auch linke Redner und Teilnehmer zu gewinnen, um ihr Image reinzuwaschen. Immer mehr persönliche Verbindungen von Lars Mährholz und Ken Jebsen zu reaktionären Kräften werden aufgedeckt. Beide versuchen Spurenverwischung zu betreiben, Links und Facebook-Einträge nachträglich zu löschen und mit Äußerungen wie „Jeder ist willkommen. Extreme Gesinnung ist nicht gerne gesehen.“ den Eindruck zu erwecken, sie würden sich gegen eine rechte Vereinnahmung distanzieren. Inzwischen wirbt die neofaschistische Partei NPD offen für diese Montagsmahnwachen. In einigen Städten waren bekannte NPD-Funktionäre anwesend und wurden nicht des Platzes verwiesen. Im Gegenteil lädt Lars Mährholz sie direkt ein, sie sollen zwar nicht als Mitglied ihrer Partei aber als Mensch kommen und sich unter die anderen Teilnehmer mischen! Ken Jebsen ließ und lässt offensichtlich immer noch seine T-Shirts über den Internetshop der (Ex)-Nazis Sven Liebich vertreiben, der sich zwar als „ausgestiegen“ bezeichnet, wofür es aber keine Belege gibt.

Der Großteil der Teilnehmer dieser ominösen Montagsmahnwachen in den meisten Städten ist sicherlich nicht rechts, sondern will wirklich etwas für den Frieden und gegen die wachsende Kriegsgefahr machen. Ihr Friedenswille wird missbraucht. Da die Initiatoren, die gerne den Eindruck erwecken wollen, die Bewegung sei spontan über das Internet entstanden, äußerst undemokratisch vorgehen, ihre Rednerauswahl keineswegs spontan ausfällt und auch nicht offenlegen, von wem die Bewegung eigentlich finanziert wird, kann diese Bewegung auch nicht einfach durch Teilnahme von mehr linken oder antifaschistischen Kräften verändert oder übernommen werden.

Wer die wahren Ziele der Drahtzieher durchschaut, der sollte keinen Tag länger daran teilnehmen. Jeden ehrlichen Antifaschisten und Friedenskämpfer laden wir herzlich ein, an den Aktionen der seit 2004 bestehenden bundesweiten Montagsdemonstrationsbewegung unter dem Motto » Montag ist Tag des Widerstands!« teilzunehmen.

09.05.2014, Fred Schirrmacher, Hans Nowak, Ulja Serway

Sprecher der Koordinierungsgruppe der Bundesweiten Montagsdemo

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