Montagsdemo Essen: Solidaritätserklärung An die Stahlarbeiter von Thyssen Krupp

Koordinierungsgruppe Essener Montagsdemonstration

c/o Miriam Urbat, Kersthover Höhe 16, 45141 Essen, Tel. 0201-323800

An die

Stahlarbeiter von Thyssen Krupp

    Essen, den  25.09.2017

Solidaritätserklärung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir gratulieren Euch, dass Ihr am vergangenen Freitag beim Stahlaktionstag in Bochum gezeigt habt, dass Ihr die Pläne von Thyssen Krupp nicht mitmachen wollt, sondern Euren Widerstand auf die Straße getragen habt.

Die Fusion muss verhindert werden!

Ob in Deutschland oder Indien, alle sind betroffen. Die Existenzen von Arbeiterfamilien und die Zukunft vieler Jugendlicher hängen daran.

Wir Montagsdemonstranten erfahren jede Woche, was ein Leben in Armut als Erwerbsloser und ein Leben mit Leiharbeit und befristeten Jobs – vor allem für junge Leute – bedeutet.

Wir sind voll solidarisch mit Euch und meinen:

Kein Arbeits- und Ausbildungsplatz darf kampflos aufgegeben werden.

Wenn Thyssen Krupp und Tata mit der Fusion eine Steigerung ihrer Profite um 400 bis 600 Millionen € pro Jahr anstreben um am Weltmarkt an vorderster Stelle mitzumischen, kann es keine „Einsicht“ der Vorstände geben.

Wenn Ihr Euch entscheidet, den Kampf gegen diese Angriffe aufzunehmen, stehen wir voll hinter Euch und werden mithelfen, die Solidarität aus Essener Betrieben und in der Bevölkerung zu organisieren.

Mit solidarischen Grüßen

i.A. Miriam Urbat

Moderatorin Montagsdemonstration

Die Solidaritätserklärung wurde von ca. 70 Teilnehmern der Montagsdemonstration am 25.9.17 einstimmig verabschiedet.

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