Bericht im Deutschen Handwerksblatt

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihr Bericht im Deutschen Handwerksblatt vom 3.6.2010 – Kampf gegen Dumping-Angebote- hat den Nagel auf den Kopf getroffen! Schon seit 2004 regt sich öffentlicher Widerstand gegen die Hartz-Gesetze und der damit verbundenen „Arbeitsgelegenheiten“ (Ein-Euro-Jobs), nämlich die Montagsdemobewegung. In fast 100 Städten der Bundesrepublik finden jeden Montag Kundgebungungen und Demonstrationen gegen die unsoziale Politik der Bundesregierung statt.

Ich bin der Hauptverantwortliche der Bochumer Montagsdemo, die seit dem 16.8.2004 regelmäßig auf die Straße geht. Häufig wurde darüber diskutiert, dass durch den Niedrigstlohn-Sektor nicht nur die Beschäftigten, sondern auch Klein- und Mittelbetriebe und vor allem das Handwerk benachteiligt sind. Nur die Entrechtungsgesetze des SGB II (Hartz IV) haben den Dumpinglohn-Sektor erst möglich gemacht! Der Erwerbslose ist gezwungen, fast jede Arbeit, auch weit unter Tarif, anzunehmen, sonst drohen ihm Kürzungen des ohnehin nicht ausreichenden Arbeitslosengeld II von 30 %!

Vielleicht könnte sich das durch Dumpingangebote geschädigte Handwerk gemeinsam mit den Montagsdemos solidarisieren und dafür kämpfen, dass Hartz IV vom Tisch kommt. Außerdem müssen die bestehenden Mindestlöhne im Baugewerbe auf alle Branchen ausgeweitet werden.

Sie können sich gerne über die Montagsdemobewegung informieren. Es gibt sowohl eine Webseite der Bundesweiten Montagsdemo www.bundesweite-montagsdemo.com als auch der Bochumer Montagsdemo http://montagsdemo.bochum.myblog.de.

Wir würden uns freuen, wenn Sie an einer Zusammenarbeit mit uns interessiert sind. Denn wir sitzen alle in einem Boot! Auch die Unternehmen können nur existieren, wenn genügend Kaufkraft da ist und die Schmutzkonkurrenz der Arbeitsgelegenheiten bekämpft wird!

Mit freundlichem Gruß

Ulrich Achenbach
Alte Wittener Str. 31
44803 Bochum
Telefon 0234 361094

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