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Montagsnotizen Woche 36 – 03.09.2012 Saarbrücken

»Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker« (Ché Guevara)
»Danke! danke!«, schreibt die Montagsdemo Saarbrücken, »für die vielen Spenden, die heute mit zur Montagsdemo gebracht und auf der Bahnhofstraße in die schön geschmückte Kiste gepackt wurden!! Diese Kiste wird nun zusammen mit den schrift-lichen Grüßen und Unterschriften auf den Weg gebracht nach Aspropirgos / Grie-chenland, wo die Belegschaft des dortigen Stahlwerks sie in Empfang nehmen wird zum Dank für ihren vorbildlichen Streik um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze.« – Die schön geschmückte Kiste wird am 15. und 16. September mit vielen anderen solcher Kisten beim 10. Frauenpolitischen Ratschlag in Ludwigsburg in einen LKW der Soli-darität nach Griechenland geladen. »Ich bringe den Stahlarbeiterfamilien hier etliche Stücke Grubenseife mit. Bin Bergarbeiterfrau und kenne mich aus mit dem Dreck, den Stahlarbeiter und Bergleute gleichermaßen abzubürsten haben nach der Schicht“, meinte lächelnd eine Frau in Saarbrücken.

»In diesem Sinne sind wir alle Griechen« – hieß es auf der Montagsdemo in Ham-burg, wo der Frauenverband Courage Geld und Güter sammelte für die Ausstattung der Hamburger Kiste. Auch in Esslingen wurde dazu aufgerufen.
Die Zusatzrente von Ursula von der Leyen war mehrfach Thema. In Esslingen deckten Redner auf, dass die geplante Senkung der Rentenversicherungsbeiträge allein den Unternehmern zugutekommt, während die Arbeiter und Angestellten diese Senkung durch den Zwang zur privaten Zusatzversicherung mehr als selbst bezahlen müssen. »Rentenkürzungen sind nicht nur Sozialabbau, sondern Betrug an den Bei-tragszahlern«, stellte ein Redner in Bochum fest. In Hamburg hieß es, Ursula von der Lügen sei an Demagogie kaum zu übertreffen, wenn sie ihr Herz für die von Al-tersarmut bedrohten Menschen entdeckt, einer Armut, die ihre Politik bewusst her-beigeführt hat, Ihnen nun eine Zusatzrente anbieten will, die es aber nur gibt bei Abschluss einer privaten Rentenversicherung, und die kann wiederum kein Hartz-IV-Betroffener bezahlen! »Bei der rasant steigenden Altersarmut,« hieß es in Görlitz, »welche eine logische Folge von Minilöhnen, Mini-Jobs und Leiharbeit sowie Arbeits-losigkeit ist, braucht man keine Hirngespinste à la von der Leyen, sondern endlich eine Lösung für die Menschen.« In Bochum und Hamburg wurden Solidaritätsad-ressen an das streikende Kabinenpersonal bei der Lufthansa verabschiedet.
Auf dem Bild: Das 8-Jahres-Fest in Hagen. »Bis zu 50 Teilnehmer und weit mehr Zuhörer genossen das schöne Wetter. Mit Würstchen der Montagsdemo, Ku-chen vom Frauenverband Courage wurde gut ge-launt gefeiert. Die Teil-nehmer bekräftigten: Montag ist Widerstands-tag in Hagen!«
Vielen Dank schließlich für die folgende Protest-E-Mail!
»Ich habe heute eine Auflistung der gegenwärtig immer noch stattfindenden Mon-tagsproteste bekommen, also Eure Seite – und – die Stadt Lutherstadt Witten-berg findet dort keine Erwähnung. Wir haben bis heute keine einzige Montagsdemo ausgelassen, da wir, fällt der Montag auf einen Feiertag, dann festlegen, dass der Dienstag zum Montag erklärt wird. Leider gibt es immer wieder Bestrebungen, die Montagsdemo von der einen oder anderen politischen Seite zu okkupieren. Dem möchte ich hier, Wittenberg betreffend energisch widersprechen. Es gibt nur eine politische Seite die generelle Ablehnung hervorruft – die Rechten. Also bitte die Mon-tagsdemo Wittenberg in Eure Aufstellung mit einbeziehen, Ansprechpartner ist dort Hartmut König.«
Das tun wir gern und wir würden uns sehr freuen, wenn auch andere nach wie vor existierenden Montagsdemos sich wie die Wittenberger bei uns melden. Vielen Dank.

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