Gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt – aber nicht bei Risse+Wilke?

Solidaritätskreis „Thilo Krüger“ 12.10.16

Matthias Rarbach

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Pressemitteilung

Gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt – aber nicht bei Risse+Wilke?

Am 12.10.16 fand der Revisionsprozess gegen die Kündigung von Thilo Krüger vor dem Landesarbeitsgericht in Hamm statt. Risse+Wilke will den kämpferischen Gewerkschafter, der jahrzehntelang IG Metall Vertrauenskörperleiter und Betriebsrat war, unbedingt los werden. Im Prozess legte Thilo Krüger und sein Anwalt dar, dass der Kündigung ein jahrelanges politisch motiviertes Mobbing voraus ging mit Abmahnungen, Diffamierungen usw. Zweimal versucht Risse+Wilke mittlerweile den Kollegen wegen seiner Behinderung aus dem Betrieb zu drängen und ihn zu entlassen. Der Prozess verlief spannend. Folgte der Richter anfangs der Argumentation von Risse+Wilke, wurde es immer deutlicher, dass Risse+Wilke gar keine Wiedereingliederung des Kollegen will. Die Vertreter der Firma waren nicht mal bereit eine Belastungserprobung z.B. im Magazin durchzuführen, wo der Kollege einen Arbeitsplatz fordert. Dem liegt ein sittenwidriges Motiv, wie der Anwalt Stierlin feststellte, von Risse+Wilke zu Grunde, die die kämpferische Gewerkschaftsarbeit des Kollegen aus dem Betrieb säubern will. Zynisch legte sich die Anwältin am Ende des Prozesses fest. „Thilo Krüger hätte gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt“ – aber wohl nicht bei Risse+Wilke. Deutlicher kann man es nicht machen.

Das Gericht fasste den Beschluss, dass zur Beweiserhebung Gutachten erstellt werden, ob Thilo Krüger z.B. im Magazin arbeiten kann. Das ist ein wichtiger Erfolg. Risse+Wilke ist nicht mit der Kündigung durch gekommen.

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