Vorab eine Termin-Änderung: Die nächste Montagsdemo ist erst am 2. Juli – wie gewohnt, um 18h bei der Europa-Galerie ist Treffpunkt. In den nächsten Monaten findet sie nur am 1. Montag im Monat statt (gleich im Kalender vormerken! – 02.07.; 06.08.; 03.09.)
Von 19 Montagsdemonstrierern, die sich zu der Frage geäußert haben (im „Jederman“ oder per mail), haben 2 für Beibehaltung des Wochenrhythmus gestimmt, 1 für einen zweiwöchentlichen Rhythmus, 2 haben sich enthalten, 14 waren für den Monatsrhythmus.
Zwischen diesen monatlichen Demos wollen wir uns zusammensetzen, um uns schlau zu machen, eine astreine „Monatliche“ mit Schwerpunktthema vorzubereiten, um uns auszubilden, um Werbung zu machen, usw.
Was zunächst als kleine Truppe loszog, entwickelte sich wieder einmal zu einer Protestkundgebung. Und zwar ging es um die Frage der Erziehung. Genauer, der gesellschaftlichen Verantwortung für die Erziehung. Konkreter Anlass, – das Hin und her mit dem Betreuungsgeld.
Die 100.- / 150.-€, die es dafür monatlich zusätzlich geben soll, falls die Koalition irgendwann eine Abstimmung zustande bringen sollte, wurden durch die Montagsdemonstration heute kritisiert: „Das ist die Billigversion einer Entwicklungsförderung im Kleinkindalter. Ein Kita-Platz wäre damit nicht zu finanzieren, beschämend, was das Land sich da leistet. Die Zukunft unserer Kinder ist den Regierungs-Politikern nicht viel wert“. Oder: „Wir Menschen im Land müssen diese konservative Struktur sprengen, welche zuerst den Studierenden und Schülern eine allseitige (Aus)- Bildung verwehrte und welche nun dazu übergeht, die kleinen Kinder zu beeinträchtigen, indem sie ein paar Euro denen zuschiebt, die auf einen Krippenplatz verzichten“, so ein Redner. „Kein Wunder, dass die Geburtenzahl ständig zurückgeht“, ein anderer.
Empört wurde auch zurückgewiesen, was die Scheinopposition im Regierungslager selbst lanciert, nämlich, dass künftig gerade die Hartz-IV-Empfänger ihre Kinder zuhause behalten würden, um an das Betreuungsgeld zu kommen. „Die Hartz-IV-Familien sind als arme Bevölkerungsschicht bereits ausgeschlossen von den 184,- € Kindergeld, seit 2011 auch vom Elterngeld – beides wird mit dem Regelsatz verrechnet. Und der beträgt für ein Kind unter 6 Jahren gerade mal 219.-€!, sagte eine Rednerin.
Es wurde aber auch aufgefordert, die offenkundige Unfähigkeit der Bundesregierung, die bei diesem Thema offenbar würde, zu nutzen, um die eigene Rechnung aufzumachen und eine kostenlose Bildung von der Krippe bis zum Studium / Ausbildung einzufordern. Viele Saarbrücker auf der Bahnhofstraße interessierten sich dafür.
Schließlich empfahl noch ein Redner der MLPD die Lektüre zweier „wichtiger Bücher, um klar zu sehen“: zum einen das Buch
Also, bis zum 2. Juli dann. Thema könnte sein: „Ferien und Urlaub – leichter gesagt als getan“.
S. Fricker www.montagsdemo-saar.de
