Soli Erklärung Montagsdemo Gelsenkirchen mit BP Kollegen

Bürgerbewegung Gelsenkirchener Montagsdemo, 12.1.16

An die
Belegschaft von BP in Scholven und Horst
WAZ Redaktion in Gelsenkirchen und Buer
IGBCE Gelsenkirchen
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

aus der Presse haben wir von der angekündigten Arbeitsplatzvernichtung bei BP in Deutschland erfahren. Wir sind empört über diese Angriffe. Jeder siebte Beschäftigte in Deutschland und vor allem Gelsenkirchen und Bochum sind davon betroffen – also genau die Städte, die durch die Schließung des Bochumer Opel-Werks, der Zechen und Vaillant sowieso schon gebeutelt sind.

Seit längerem steht die Geschäftsführung von BP mit ihrer nicht hinnehmbaren belastenden ‚Umweltpolitik‘ in der Kritik, die durch Abfackeln, Lecks in den Rohrsystemen, schlechter Luftwerte, bis hin zu der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko, keinerlei Rücksicht auf die Gesundheit der Menschen und den Erhalt der natürlichen Umwelt nimmt. Kritikern dieser Politik wird seit Jahren entgegnet, dass der Umweltschutz Arbeitsplätze gefährden würde. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus: Die „Wegrationalisierung“ der Arbeitsplätze ist nicht das Ergebnis umweltpolitischer Maßnahmen, sondern basiert auf knallharten Berechnungen zur Profitmaximierung im internationalen Konkurrenzkampf. Aus immer weniger Arbeitern und Angestellten wird immer mehr raus gepresst und den Jugendlichen Ausbildungsmöglichkeiten genommen.

Wir Arbeiter müssen unsere eigene Rechnung aufmachen. Lasst euch nicht mit faulen Kompromissen wie dem sozialverträglichen Arbeitsplatzabbau abspeisen, schließt euch mit anderen Belegschaften. Gelsenkirchen kann auf keinen einzigen Arbeits- und Ausbildungsplatz verzichten! Er fehlt nicht nur heute, sondern später auch unseren Kindern und Enkel!

Die Montagsdemo sichert den BP-Kollegen im Kampf um ihre Arbeitsplätze ihre volle Unterstützung und Solidarität zu.

Einstimmig auf der Montagsdemo am 11.1.16 von 50 Montagsdemonstranten verabschiedet.
Herzliche Grüße
i.A. Annette Goltz-Materna

Comments are closed.