Montagsdemo Duisburg

“ Ca. 400 Kolleginnen und Kollegen, überwiegend kurdischer Herkunft, aber auch viele Passanten gedachten in einer gemeinsamen Gedenkkundgebung in Duisburg am Montag 12.10.15  von verschiedenen türkischen, kurdischen Organisationen und der Montagsdemo Duisburg der Toten des Massakers von Ankara am 10.10.15. Die Teilnehmer bildeten einen großen Kreis in dessen Mitte Blumen niedergelegt und Kerzen aufgestellt wurden. Entsprechend der kurdischen Tradition setzten sich die Teilnehmer auf den Boden und gedachten den Toten. Die Stimmung war von Trauer , aber auch von großer Wut und Zorn über das Massaker und insbesondere die faschistoiden Methoden von Erdogan geprägt. In verschiedenen Beiträgen verschiedener Organisationen,, der Montagsdemo, der MLPD Kollegen von Thyssen die auch in Kobane waren, wurde die IS aber auch die Erdogan Regierung scharf angegriffen. Die Kollegen von TKS wiesen anhand ihrer Erfahrungen auf die große Bedeutung des Widerstands und dem jetzigen Aufbau in Kobane hin als die Perspektive eines nationalen Befreiungskampfs. Zu Beginn der Kundgebung gab es eine Rangelei mit einigen nationalistisch eingestellten türkischen Jugendlichen, die schnell unter Kontrolle  gebracht wurde. „Laßt euch nicht provozieren“ – so die Veranstaltungsleitung. Die Polizei ging völlig unverhältnismäßig gegen die Demonstranten vor. Dieser nebensächliche Vorfall schaffte es aber heute bis auf die Titelseite der WAZ . Das unterstreicht dass man den Medien keinen Vorwand liefern sollte für eine Hetze gegen den demokratischen Widerstand.“

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