HSP-Beschäftigte bei Dortmunder Montagsdemo: „Der Stilllegungsbeschluss ist falsch!“

HSP-Beschäftigte bei Dortmunder Montagsdemo: „Der Stilllegungsbeschluss ist falsch!“
Eine größere Delegation von HSP-Kolleginnen und -Kollegen demonstrierte gestern vom HSP-Werk in Dorstfeld zur Dortmunder Montagsdemonstration. Sie protestierten damit gegen den Stilllegungsbeschluss von HSP durch den Salzgitter-Vorstand. In einem Brief an den Vorstand von Salzgitter, den IG-Metall-Vorstand und den Konzernbetriebsrat, den sie auf der Montagsdemonstration verlasen, schreiben sie unter anderem:
„Wir schreiben Ihnen / Euch, weil wir nach wie vor der Meinung sind, dass der Stilllegungsbeschluss von HSP falsch ist:
1. Es werden hunderte Arbeits- und dringend gebrauchte Ausbildungsplätze vernichtet, Existenzen zerstört und auf viele Familien kommen große Belastungen zu. Vielen Kolleginnen und Kollegen droht Hartz IV.
2. Wegen der dramatischen Klimaveränderungen werden Spundwände in Zukunft immer mehr gebraucht. Wird HSP geschlossen, müssen wir Steuerzahler die überhöhten Monopolpreise des in Europa führenden Spundwandhersteller Arcelor bezahlen.“
Ein größerer Teil sagte: „Uns ist klar, dass wir mit diesem Brief an den Salzgitter-Vorstand allein noch nichts bewirken werden. Deshalb sind wir auch zur Montagsdemonstration gekommen und machen unseren Protest öffentlich.“ Die Montagsdemonstration hat die Kollegen herzlich begrüßt und die Solidarität mit ihrem Kampf versichert. Es gab auch Erfahrungsberichte aus anderen Betrieben wie bei Opel, Continental Automotive und kleineren Firmen.

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