Letzte Bochumer Montagsdemo in 2025
Das Schwerpunktthema war die Demagogie der AfD und die Auseinandersetzung um ein Verbot dieser faschistoiden Partei.
„Die AfD behauptet, eine Partei der kleinen Leute und eine Friedenspartei zu sein“, leitete einer der Moderatoren die Debatte ein, „tatsächlich unterstützt die AfD eine längere Arbeitszeit, die Kürzung von Sozialleistungen, die Verschärfung von Sanktionen gegen Erwerbslose, die verschärfte Abschiebung von Flüchtlingen und die Einführung einer Wehrpflicht. Die AfD ist zwar gegen Waffenlieferungen an die Ukraine, aber nur, damit Deutschland die stärkste Armee in Europa aufbauen kann. Sinngemäß meinte die AfD (auch auf der Tagung in Gießen): Alle Männer sind als Soldaten geboren. Zu der neuen Rentenreform hat sich die AfD der Stimme enthalten“.
„Am Gründungstreffen in Gießen nahm auch Herr Höcke teil, der offiziell als Faschist bezeichnet werden darf“, hieß es in einer Wortmeldung, „daraus kann auch geschlossen werden, dass die AfD-Jugend reaktionäre Ziele verfolgt“.
Alle Montagsdemonstranten verurteilten die Übergriffe der Polizei in Gießen an gewaltlose Demonstranten. Quelle: https://www.hessenschau.de/panorama/polizeiforscher-nach-einsatz-in-giessen-gewalt-war-punktuell-v1,giessen-polizeieinsatz-streit-100.html
In nachfolgenden Redebeiträgen gab es unterschiedliche Meinungen zu einem Verbot der AfD. „Mit einem Verbot dieser Partei wäre eine faschistiode Gefahr nicht gebannt. Eine neue Partei mit anderem Namen, aber den gleichem Programm wie die AfD würde entstehen. Vielmehr ist besonders die Jugend über die tatsächliche Politik der AfD aufzuklären und anzuregen, hinter den Kulissen des Parteiprogramms dieser Partei den wahren Charakter der AfD zu durchschauen“, lautete eine Wortmeldung.
„Ein Verbot der AfD könnte nicht die politische Meinung der tausenden Wähler dieser Partei verändern, aber zumindest wäre gäbe es keine öffentlichen Zuschüsse für diese Partei und vor allen Dingen würde die AfD nicht mehr zur Wahl zugelassen“, war die Antwort eines Redners.
Es wurde auch das häufige Argument erwähnt, man solle die AfD gewähren lassen, im Nachhinein würden die jetzigen Symphatisanten merken, welche Politik diese Partei anstrebt.
Ein Moderator klärte auf: „Da hat man ein gutes Beispiel in den USA unter Trump. Dieser Präsident versprach seinen Wählern viel, jetzt zeigt sich sein wahres Gesicht. Die Nationalgarde wird in Provinzen gesandt, angeblich, um die Sicherheit wieder herzustellen. Damit verstoßt Trump gegen die Verfassung der USA, er bezeichnete Antifaschisten als Kriminelle und forderte sogar deren Todesstrafe! Trump bekämpft auch den Naturschutz und leugnet die beginnende Klimakastatrophe sowie Flüchtlinge. Zu dem unterstützt Trump den Patronismus in Europa und damit auch die AfD in Deutschland“.
Obwohl es unterschiedliche Meinung zum Verbot der AfD gab, waren alle Montagsdemonstranten gegen die demagogische Politik der AfD.
Eine Montagsdemonstrantin der ersten Stunde verteilte auch dieses Jahr wieder kleine Geschenke, dieses Mal eine kunstvolle Zusammenstellung verschiedener Fotos von vergangenen Montagsdemonstrationen.
Die Moderatoren wünschten allen ein gesundes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Neues Jahr!
Ulrich Achenbach
Christoph Schweitzer
