Erklärung der Koordinierungsgruppe Bundesweiten Montagsdemo
Kein Auto darf mehr vom Band gehen! Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz! Solidarität gegen brutales Vorgehen der Polizei bei Audi Neckarsulm!
Bis zu 100.000 der weltweit rund 650.000 Arbeitsplätze bei VW stehen auf der Abschussliste. Nach dem VW-Tarifabschluss vom 20.12.24 waren betriebsbedingte Kündigungen bis 2030 ausgeschlossen! Allein in Deutschland sind die Werke in Emden, Zwickau, Hannover (Nutzfahrzeuge) und vor allem Audi Neckarsulm von der Schließung bedroht! Davon wären nicht nur die Beschäftigten dieser Werke betroffen, sondern auch die zahlreichen Zulieferbetriebe, Familien und auch die entsprechenden Kommunen (Steuerausfälle) und auch viele Kleinunternehmer bis hin zum Bäcker.
Am 9. Juli soll auf einer Aufsichtsratssitzung bei VW dieser Horrorplan verabschiedet werden! Die Belegschaften werden nicht einbezogen, da sie nicht zu den „zuständigen Gremien“ gehören! So viel zur Mitbestimmung, die der Kapitalismus für die Belegschaften vorsieht.
Audi Neckarsulm holte am 29./30. Juni die Polizei, um rechtswidrig und äußerst brutal gegen Verteiler von Flugblättern vorzugehen. Wir protestieren aufs Schärfste gegen diese Kriminalisierung und Unterdrückung. Die Konzerne dürfen hunderttausende Arbeitsplätze vernichten und Verteiler von Zeitungen und Flugblätter, die das aufdecken und den gemeinsamen Kampf der Arbeiter unterstützen, werden abgeführt und körperlich vorgegangen. Die Verantwortlichen für diesen brutalen Polizeieinsatz müssen zur Rechenschaft gezogen und bestraft werden.
Die Bundesweite Montagsdemo unterstützt den Aufruf „Ab 8. Juli Mitbestimmung durch Streik!“ Wir solidarisieren uns mit allen Beschäftigten von VW und der anderen Automobilkonzerne! Kein Arbeitskampf darf alleine stehen!
In vielen Städten bundesweit sind die örtlichen Montagsdemos bereits 2004 in engem Zusammenhang mit Streiks der Daimler und Opel-Belegschaften entstanden. Diesem Weg sind wir immer treu geblieben. Gerade, weil wir auch eine Bewegung mit vielen Erwerbslosen sind und uns seit Jahren mit ihrer Situation befassen, sehen was die Arbeitslosigkeit mit Menschen macht, sind wir umso entschlossener um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz zu kämpfen.
Wir laden insbesondere alle Autoarbeiter zu unseren Montagsdemos ein, die in vielen Städten am 6. und 13. Juli stattfinden. Wir versichern euch, auf die Montagsdemos könnt ihr zählen. Wir werden die Solidarität und Unterstützung in den Regionen, in den Stadtteilen, in den Geschäften usw. organisieren.
Bundesweite Montagsdemo
Koordinierungsgruppe
