Koordinierungsgruppe Bundesweite Montagsdemo, 31. August 2026

Bundesweite Montagsdemo ruft auf und beteiligt sich bundesweit am 26. September am Protest gegen den Kahlschlag sozialer Rechte in 15 Großstädten!
Der größte Angriff auf die sozialen Errungenschaften seit dem zweiten Weltkrieg steht mit den „Reformpaket“ der Regierung bevor! Das bedeutet für die Masse der Bevölkerung große Einschnitte bei den Leistungen der Rentenversicherung, der Kranken/Pflegekassen wie z.B. Abschaffung der abschlagsfreien Rente ab 63 Jahren und Erhöhung des Renteneintrittalters auf 70 Jahre, Erhöhung der Medikamentenzuzahlung und drastische Kürzung der Zuschüsse für Pflegeheimbewohner zur Finanzierung der Heimkosten. Ein Drittel der Wohngeldbezieher wird der Anspruch gestrichen – und das bei weiter krass steigenden Mieten.
Während Milliarden Euro weiter für die Rüstung ausgegeben werden und die Großkonzerne immer weniger Steuern zahlen, ist angeblich kein Geld für die Sozialleistungen da!
Kanzler Merz und Vize-Kanzler Klingbeil und den Präsidenten der Kapitalistenverbände Dulger, Leibinger, Müller & Co sagen wir: Arbeitslosengeld, Gesundheitsversorgung und Rente sind kein Luxus oder Lifestyle. Sie sind von der Arbeiterbewegung und Volksbewegung erkämpfte Rechte. Zudem zahlen wir Beschäftigten ohnehin über die Hälfte der Versicherungsbeiträge. Eure Profite der Großkonzerne und Dividenden der Aktionäre sind unsere nicht ausbezahlten Löhne. Gegen die Verschärfung der Ausbeutung wächst der Protest! Jetzt gilt es, einen Gang höher zu schalten!
Die Bundesweite Montagsdemo demonstriert seit 2004 jedes Jahr im Herbst gegen die Politik der Regierung und Großkonzerne. Angefangen gegen die Einführung der Hartz-Armutsgesetze haben wir uns zur Bewegung des gemeinsamen Kampfs von Arbeiterinnen und Arbeitern und Erwerbslosen in vielen sozialen Fragen, gegen die Umweltzerstörung und für internationale Solidarität entwickelt. Dieses Jahr gehen die Montagsdemos am 26. September 2026 in 15 Städten Deutschlands gegen die Arbeitsplatzvernichtung und den Angriff auf die sozialen Errungenschaften auf die Straße. Unter dem Slogan „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente“ ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und viele weitere Organisationen auf. Die Bundesweite Montagsdemo beteiligt sich mit den örtlichen Montagsdemos an allen Einzeldemos des DGB. Wir organisieren in den Demos gemeinsame Blocks mit Offenem Mikrofon – ein Markenzeichen unserer Bewegung, das inzwischen in vielen Demonstrationen aufgegriffen wird. Bringt eure Transparente, Fahnen und selbstgemalte Schilder mit! Auch Rede- und Musikbeiträge sind willkommen!
Den Auftakt in der Woche der Proteste gegen die Ausbeutungssteigerung durch Großkonzerne und Regierung machen am Montag, den 21. September die Beschäftigten der Automobil- und Zulieferindustrie. Die IG Metall ruft zu einem bundesweiten Aktionstag auf. Wir machen uns dafür stark, dass der 21. September ein branchenweiter Generalstreik wird. Unterstützt als örtliche Montagsdemo in den euren Städten die Belegschaften der Betriebe in ihren Aktivitäten, organisiert gemeinsame Kundgebungen in den Innenstädten! Montag ist Tag des Widerstands!
