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skandalöses Verbot der Stadt Bochum für den Auftritt des Orchesters „Lebenslaute“

Bochumer Montagsdemo verurteilt skandalöses Verbot der Stadt Bochum für den Auftritt des Orchesters „Lebenslaute“

Das geplante Konzert „Viva la Musica – enteignet Vonovia“ im Kunstmuseum Bochum kann nach Angaben des politischen Orchesters Lebenslaute nicht wie vorgesehen stattfinden. Geplant war ein Konzert mit klassischer Musik und Redebeiträgen zu Wohnungsnot, Verdrängung und dem Geschäftsmodell großer Immobilienkonzerne am Freitag, 7.8.26, um 19.00 Uhr.

Nachdem in der Veranstaltungsankündigung Vonovia als Beispiel genannt wurde, wurde die bereits getätigte Raumreservierung gekündigt. Zur absurden Begründung heißt es in einem Schreiben des Kunstmuseums Bochum (Zitat): „Ihre Zusicherung, dass Strafvorschriften nicht verletzt werden, ist für uns nicht nachvollziehbar, wenn Sie weiterhin den Namen des Wohnungsbauunternehmens Vonovia nennen wollen.“ Weiter heißt es: „Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich bei Ihren Ausführungen um Verleumdungen und üble Nachrede handelt“.(Zitatende)

Die Unterstellung der Organisation Lebenslaute für die Verletzung von Strafvorschriften grenzt schon an sich an eine Straftat, denn die skandalöse Entscheidung der Stadt Bochum greift in die verfassungsrechtlich geschützte Kunstfreiheit ein!

Lebenslaute weist diese Unterstellung entschieden zurück. Aus Sicht des Orchesters wird hier eine seit Jahren öffentlich geführte Kritik am Geschäftsgebaren von Vonovia in die Nähe einer Straftat gerückt. Die Auseinandersetzung mit Mietenpolitik, Wohnungsnot und der Rolle großer Wohnungskonzerne ist Teil der öffentlichen Debatte und darf in einer demokratischen Gesellschaft nicht aus dem Kulturbetrieb verdrängt werden. „Wenn ein Konzert über Wohnungsnot nicht stattfinden darf, weil ein profitorientierter Immobilienkonzern sich gestört fühlen könnte, zeigt das, wie groß der Einfluss solcher Unternehmen inzwischen ist“, erklärt Viola Forte von Lebenslaute. „Hier wird unter politischem Druck ein unliebsamer kritischer Kulturbeitrag verhindert. Dass bereits die Nennung eines milliardenschweren Konzerns ausreicht, um eine Veranstaltung aus einem öffentlichen Kulturraum zu drängen, ist ein schwerwiegender Eingriff in Meinungs- und Kunstfreiheit“.

Vonovia ist ein bedeutender Gewerbekunde der Stadt Bochum. Daher ist die Verletzung von Strafvorschriften nur vorgeschoben, in Wirklichkeit soll die Kritik an einem mächtigen profitgierigen Unternehmen verhindert werden.Die Stadt Bochum macht sich so zum „Handlanger“ der Wohnungskonzerne!
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Das an Lebenslaute gerichtete Schreiben mit den zitierten Passagen ist von der Museumsdirektorin Noor Mertens unterzeichnet. Bei dem Vorgespräch am 23.07.2026 spielte jedoch der Bochumer Kulturdezernent Dietmar Dieckmann die entscheidende Rolle. Lebenslaute sieht deutliche Anhaltspunkte dafür, dass von ihm als Vertreter der Stadt Druck auf das Kunstmuseum ausgeübt wurde.(Quelle: lebenslaute.net/)

Lebenslaute lässt sich jedoch nicht einschüchtern! Die Veranstaltung findet jetzt direkt vor dem Kunstmuseum unter freiem Himmel statt. Ort und Uhrzeit: Bochum, Goetheplatz, am 7.8.26 um 19.00 Uhr! Die Bochumer Montagsdemo ist selbstverständlich dabei und unterstützt die Forderungen von Lebenslaute:

Kunstfreiheit im Kunstmuseum Bochum

die Durchführung des Konzerts ohne politische Zensur

eine unverzügliche öffentliche Stellungnahme des Stadtrats Bochum zu diesem Vorgang

 

 

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