Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde*innen der Montagsdemo Heidelberg,
letzten Montag gab es die größte Montagsdemo in Heidelberg seit Jahren. 213 Menschen zählte ich auf dem Bismarckplatz die gegen die brutalen sozialen Angriffe der Merz Regierung aktiv protestierten, darüber hinaus blieben an dieser zentralen Stelle in der Stadt auch einige Menschen kurz stehen und von hunderten wurden wir gesehen.
Ja, der Kommentar von Philipp Neumayer hat recht, das ist noch zu wenig, aber man muss dafür auch nicht eine noch kleinere Zahl angeben, wieviel es waren. Es war auch nicht eine Parteiaktion der Heidelberger Linken, wie uns die RNZ fälschlicherweise berichtete, sondern es war die Montagsdemo HD mit langer sozialer Tradition, entstanden gegen die Hartz Gesetze und der Aganda 2010 der damaligen SPD und Grüne Regierung vor über 20 Jahren. Wir freuten uns natürlich, dass Sahra Mirow Bundestagsabgeordnete die Linke extra von Berlin angereist ist und sprach. (siehe Bild )
Viel wichtiger ist für uns als MODE, dass führende Mitglieder der Linken in HD eine starke breite überparteiliche Bewegung mit aufbauen wollen, was sie mit dem gemeinsamen Start mit der MODE HD auch öffentlich zeigen wollten. So hat der Moderator der Montagsdemo sich gleich zu Beginn der Kundgebung mit den Beschäftigten in den Unikliniken solidarisiert, die am selben Tag und den Tag danach für ihre Rechte streikten und mit einer Demo von 500 Beschäftigten durch die Stadt marschierten, nicht nur für ihren berechtigten Lohn. 11 verschiedene Redner*innen gab es. Üsoligenialmitglieder haben Kaffee und Tee für Gaza soll leben gespendet, zur Finanzierung eines säkularen Krankenhauses. Auch als Zeichen, dass wir Internationalisten sind.
Als MODE wollen wir, dass die verschiedenen Bewegungen, ob gegen Abbau von sozialen Errungenschaften, gegen verschärfte Ausbeutung , Rechtsentwicklung der Regierung, Hochrüstung und Militarisierung der Gesellschaft und gegen die weitere Zerstörung von Mensch und Natur, noch mehr zusammen kommen und den gemeinsamen Gegner erkennen. Es sind die 4 Kapitalistenverbände, der großen Konzerne, die die Regierung von rechts kritisieren, sprich noch rapiader gegen die breite Bevölkerung und der Arbeiterbewegung vorgehen will. Wir suchen die Zusammenarbeit von Religion bis Revolution . Wo wir bewusst nein sagen, ist beim modernen Faschismus der AfD. Da sind wir auf überparteilichen Grundsätzen in der Zusammenarbeit ein Stück weiter gekommen. Keine Organisation oder Partei wird diese menschenverachtende Politik der Regierung allein erfolgreich begegnen können. Ja, noch etliche Gruppen und die Arbeiter und Gewerkschaftsbewegung fehlten noch. Aber es war eine wichtige Weiterentwicklung der Überparteilichkeit vor Ort. Als Montagsbewegung arbeiten wir weiter daran. So hat die Gewerkschaft Verdi und einige anderen Gruppen bereits signalisiert, dass sie auch auf den 27. Juli zu einer großen Demo gegen die Regierung aufrufen und mobilisieren werden.
Wir von der Montagsdemo HD, schlagen vor recht schnell einen umfassenden Aufruf vorzubereiten, der die verschiedenen Bewegungen näher zusammen bringt und die Bevölkerung antikapitalistisch aufklärt.
Wir von der MODE HD haben seit den Hartz 4 Gesetzen über 1000 Mal auf demBismarckplatz eine Kundgebung angemeldet und geduldig aber konsequent durchgeführt, um aufzuklären und zu protestieren. Herr Philipp Neumayer, mache ich den Vorschlag, dass er vor dem 27. Juli der Großdemo in HD mit der MODE HD Kontakt aufnimmt, sich genau informiert, am besten direkt mit dem Moderator und diese Infos direkt den RNZ lesern zur Verfügung stellt, sozusagen als Korrektur der nicht optimalen Berichterstattung über die MODE HD, die wie im Anhang zu sehen, noch nicht einmal genannt wurde. Gleichzeitig wäre es dann auch einen positiven Beitrag zum 27.7.2 026, den er sich in seinem Kommentar ja wünscht.
Herzliche und solidarische Grüße
Matz Müllerschön
Moderator der Montagsdemo Heidelberg
PS: Klar morgen sind wir wieder auf dem Bismarckplatz 18.00 Uhr. Selbst aktiv werden ist Trumpf
