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Heidelberg: Große Spendensammlung für das Al Awda Krankenhaus

Gemeinsame Kundgebung in Heidelberg – Foto: Heidelberger Montagsdemo

Vorweg die Montagsdemo Heidelberg trifft sich heute wieder um 18.00 Uhr auf dem Bismarckplatz

IM MAI bereits 768,35 € für das AL Awda Krankenhaus in Gaza gesammelt

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde der MODE HD, der Mai hat dieses Jahr mit wunderbarem Wetter begonnen. Die zugespitzte politische Lage, aber auch das Wetter, haben am 1.Mai auf der Kundgebung und der Demonstration des DGB dafür gesorgt dass besonders viele junge Menschen auf die Demo kamen, insgesamt einige hundert Kollegen mehr wie letztes Jahr. Das spürten wir auch stark an dem traditionellen Informationsstand von Üsoligenial , der in Zusammenarbeit mit der Montagsdemo HD und den Erwerbslosen von Verdi an zentraler Stelle aufgebaut wurde. Zentrales Thema „ Gaza soll leben“ Spendensammlung für das Al Awda Krankenhaus in Gaza einem Projektpartner von Solidarität International. Kulinarisch wurde Kaffee und Kuchen, sowie belegte Laugenstangen und Mineralwasser angeboten.

Weil wir seit vielen Jahren dabei sind , kennen uns viele Kolleginnen und Kollegen auch in der konsequenten und positiven Gewerkschaftsarbeit , da gab es viel hallo, wir waren zu 4 Personen voll beschäftigt, die Kolleginnen und Kollegen kulinarisch zu bedienen und über „Gaza soll leben“ zu informieren und zu diskutieren. Einige wollten nur einen Kaffee, zahlten 5.-€ und meinten „ ist gut “ oder „ ja klar ich kenn Euch“ und spendeten und die Mehrheit spendete das Pfandgeld für den Becher. Eine Mitgliedsfrau, die beim Kuchenbacken festmithalf und selbstgestricktes und gehäkeltes mit auf den Tisch legte, hat dafür allein 80 € Spenden erhalten. Sie brachte auch ihre Courage Fahne mit die auch am Stand angebracht wurde. Interessant ist, dass nur eine Frau ernsthaft nachhakte und genau wissen wollte „wo geht das Geld hin? und meinte es steht gar nichts hier von dem Hamas Überfall gegen die jungen Menschen auf dem Festival ?“ Als ich ihr sagte „Ja jetzt geht es gegen den Genozid der Israelischen Regierung und Militär. Wir die MODE HD waren in Heidelberg damals einer der ersten, die öffentlich gegen den brutalen Überfall gegen die Zivilbevölkerung eine Mahnwache auf dem Bismarckplatz durchführten.“ Das überzeugte sie, trank dann doch den Kaffee, den sie zuerst wieder zurückgeben wollte.

Eine Frau aus der Frauenbewegung wurde direkt am Stand auch Mitglied in Üsoligenial e.V. Am Abend rechneten wir zusammen 524,40 €. Das wurde bereits an SI für das Projekt überwiesen. Der Mai brachte aber auch viele Anfragen für Hilfestellungen verschiedener Art für den Verein was zeitaufwendig war. Die Verdi Erwerbslosen Rhein Neckar zusammen mit dem Förderverein gewerkschaftliche Arbeitslosenarbeit e.V. KOS, organisierte eine Fortbildung gegen das bereits verabschiedete Gesetz „Bürgergeld“ in “Grundsicherung “ und rief auf, an diesem Tag vor den Jobcentern zu protestieren aufzuklären und sich noch mehr zu organisieren. Zwei Aktivisten waren dabei.

Zwischen durch gab es noch den Tag der Befreiung am 8.Mai wo wir uns am Schülerstreik beteiligten. 300 Schüler und ein paar Erwachse beteiligten sich daran. Beim letzten Streik als 55 000 Schüler sich bundesweit beteiligten waren es nur 100. Auffallend war, viele sehr junge Schüler.

Am 10 Mai waren wir Üsoligenial e.V.. mit Hilfe der Montagsdemo, mit gleichem Programm wie am 1. Mai auf einem alternativen Stadtteilfest, an dem 30 Organisationen, Parteien und Vereine teilnahmen. Allerdings mit Standgebühren, um das Fest mit Musik und verschiedenem Service auch gemeinsam finanzieren zu können. 243,95.-€ kamen für das kämpferische und mutige sekulare Krankenhaus im Gaza zusammen, das noch an SI überwiesen wird. Eine gute materielle Vorlage zum Nakbatag = heißt Katastrophe und erinnert an die Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948. Die Erinnerung daran heißt auch, dass die israelische faschistische und rassistische Regierung Netanyahu, im Schatten des Krieges gegen den Iran und den Libanon, die Vertreibung der Palästinenser nicht nur im Gaza fortsetzt, um von Groß Israel zu träumen. Es ist schmerzhaft, dass die Bundesregierung nach wie vor sich mit Waffenlieferung am Genozid beteiligt. Sie stellt damit die schrecklichen Erfahrungen des Holocaust auf den Kopf. Wir sagen nie wieder Faschismus und Krieg.

Solidarische Grüße

Matz Müllerschön Moderator der MODE HD

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