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Angriffe der USA und Israel auf den Iran

Weltweiter Protest gegen den Krieg

Auf der gestrigen  gut besuchten Bochumer Montagsdemo gab es eine umfangreiche Debatte über den militärischen Überfall der USA und Israel auf den Iran. Nach dem Singen der Eingangshymne äußerte sich einer der Moderatoren zu diesem Thema und rief zu einer regen Diskussion auf. „Der Angriff auf den Iran war völkerechtswidrig. Auch wenn im Iran ein klerikalfaschistisches Regime an der Macht ist, haben Länder wie die USA und Israel nicht das Recht, diesen Staat militärisch anzugreifen. Viele befürworten zwar den Tod von Chamenei und Teilen der Schreckensherrschaft im Iran, erkennen jedoch nicht, dass es solchen imperialistischen Ländern wie die USA und Israel nicht um die Befreiung des unterjochten Volkes im Iran geht“.

„In immer mehr Ländern nimmt der Protest gegen diesen neuen Nahostkrieg zu, selbst in den USA, aber auch in Israel. Obwohl die Spitze des Terrorrregimes im Iran ausgeschaltet wurde, ist das Regime weiterhin an der Macht. Während ein Teil der Bevölkerung im Iran über den Tod von Chamenei und Co jubilierten, akzeptierte ein anderer Teil aber auch keinen Einfluss der USA und Israel auf die Fremdbestimmung in ihrem Land. Hier ist der Zusammenschluss besonders der Arbeiter gefragt, die mit Streiks und Protestaktionen das herrschende Regime stark schwächen und auch besiegen können. Hier ist eine internationale Vernetzung anzustreben, es finden immer noch zu viele separate Demonstrationen statt, die sich teilweise sogar gegenseitig im Weg stehen!“, hieß es in einer Wortmeldung.

Ein Redner wies auf eine Rede im WDR 4 hin: „Eine in NRW lebende Iranerin schilderte die Zerreißprobe zwischen der Sorge um ihre Familie vor Ort und der Hoffnung auf einen politischen Umbruch in ihrem Heimatland. Die Interviewpartnerin beschrieb dabei die erschwerte Kommunikation durch Internet-Blackouts und die Gewalt, die Freunde und Verwandte in Städten wie Teheran miterleben. Trotzdem wurde aus den Berichten dieser Iranerin deutlich, dass der Angriff auf den Iran durch die USA und Israel das Regime in Iran nicht auslöschen wird. Sie betonte, dass nur schärfere weltweite Sanktionen gegen das Mullah-Regime auch die Revolutionsgarden in Bedrängnis bringt und sie schwächen wird“.

„Eine solche Sanktion bringt auch dieses Terrorregime zu Fall“, bestätigte ein Redner, „wichtig wäre eine Beschlagnahme von Vermögen der Mullahs im Ausland“.

Sehr interessant war eine Wortmeldung von einem Iraner, der in Düsseldorf wohnt, aber dennoch an der Bochumer Montagsdemo teilgenommen hat. „Alle Angriffkriege sind zu bekämpfen. Der Angriff Russlands auf die Ukraine wird als Ukrainekrieg bezeichnet, der Angriffskrieg der USA oder Israel auf Gaza und den Iran jedoch als Verteidigungskrieg! Alle Angriffskriege sind zu verurteilen! Die USA und Israel hatten nicht das Recht, Iran anzugreifen ebenso wie Venezuela. Das Volk im Iran will nicht, dass das Mullah-Regime durch eine Diktatur von imperialistischen Staaten abgelöst wird. Wir sind dankbar für jede Solidarität mit den Unterdrückten und freuen uns, dass gegen diesen völkerrechtswidrigen Krieg immer mehr Menschen auf die Straße gehen wie hier die Bochumer Montagsdemo“.

„Auch eine Rückkehr vom Sohn des ehemaligen Herrschers im Iran, Schah Reza Phalavi, wird von vielen Iranern abgelehnt. Voll zu Recht, denn der Vater ist hatte das Land in eine brutale Diktatur verwandelt. Danach folgte – wie bekannt – die iranische Revolution, aber unter dem neuen Machthaber Khomeini bildete sich eine klerikal-fachistische Schreckensherrschaft mit besonderer Unterdrückung der Frauen“, meinte ein weiterer Redner, „ein Großteil der iranischen Bevölkerung will weder eine Herrschaft der Mullahs noch eine Fremdbestimmung von Personen, die von imperialistischen Staaten vorgesehen sind wie jetzt der Sohn vom Schah“.

„Weltweite Demonstrationen gegen den Krieg sind zu bündeln und zu fördern“, argumentierte eine Rednerin, „aber es gibt weitere schlagkräftige Widerstandsformen wie ein länderübergreifender Streik. Zahlreiche Hafenarbeiter in Griechenland, Italien und Spanien weigerten sich, Waffen und Kriegsgut zu verladen. Auch Kriegstreiber wie die USA müssen begreifen, dass kein Krieg dauerhaft gegen die Masse der Bevölkerung durchgeführt werden kann. Dazu braucht man Leute, die diesen Krieg umsetzen.“

Zum internationalen Frauentag gab es ebenfalls Wortmeldungen, u.a. über die erfolgreichen und zahlreichen Demonstrationen in ganz Deutschland gegen die Unterdrückung der Frau. Auch in Bochum gingen zahlreiche Frauen (und Männer) an mehreren Tagen auf die Straße wie z.B. bei der Feministendemo am Sonntag.

Zum Abschluss der Kundgebung sang eine junge Frau noch das Solidaritätslied von Bertholt Brecht: Vorwärts und nicht vergessen.

Die nächste Kundgebung ist am 13.04.26.

Ulrich Achenbach
Moderator

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